Live-TV sehen Sie am Computer, Tablet oder Smartphone direkt auf der Website des Senders oder Streaming-Anbieters – ohne zusätzliche TV-Hardware und in der Regel ohne App. Öffnen Sie die offizielle Website des gewünschten Anbieters, wählen Sie „Live-TV“ oder „Livestream“ und starten Sie den Sender. Ob Sie ein Konto brauchen und welche Programme kostenlos sind, hängt vom Anbieter ab.
Was Sie für Live-TV im Browser brauchen
Sie benötigen ein Gerät mit Internetverbindung und einen aktuellen Browser, den der Anbieter unterstützt. Auf Computern kommen dafür je nach Dienst Chrome, Firefox oder Edge infrage. Safari wird unter anderem auf Macs unterstützt. Die unterstützten Browser unterscheiden sich je nach Anbieter. Aktualisieren Sie deshalb den Browser, bevor Sie mit der Fehlersuche beginnen.
Auch Ihre Internetverbindung muss stabil genug sein. Die ARD empfiehlt für HD-Streaming normalerweise mindestens 6 Mbit/s. Zattoo nennt als Richtwerte pro Stream 3 Mbit/s für SD, 5 Mbit/s für HD und 8 Mbit/s für Full HD. Die Werte stammen von den Anbietern und sind keine festen Mindestwerte für alle Dienste. Wenn mehrere Personen gleichzeitig Videos streamen oder große Dateien herunterladen, bleibt weniger Bandbreite für den Live-Stream.
Manche Dienste schützen bestimmte Inhalte mit DRM. Das steht für digitale Rechteverwaltung: Die Technik prüft, ob ein geschütztes Video auf dem jeweiligen Gerät abgespielt werden darf. Wenn der Browser die nötige DRM-Wiedergabe nicht unterstützt, bleibt der Player unter Umständen schwarz oder zeigt eine Fehlermeldung. Bei Zattoo ist beispielsweise Widevine als relevante Komponente genannt. Welche Technik nötig ist, hängt vom Dienst und Inhalt ab.
Den passenden Browser wählen
Verwenden Sie zuerst einen aktuellen Browser, den der Anbieter ausdrücklich unterstützt. Die ARD führt unter anderem Chrome, Edge, Firefox, Opera, Safari und Samsung Internet auf. Zattoo nennt für Computer Chrome, Firefox, Edge und Safari, abhängig vom Betriebssystem. Internet Explorer unterstützt Joyn für die Wiedergabe im Web nicht.
Welche Browser auf Smartphones und Tablets funktionieren, hängt ebenfalls vom Anbieter ab. Mit Zattoo können Sie auch im mobilen Browser streamen. Der Anbieter empfiehlt für Smartphones und Tablets trotzdem seine App. Das empfiehlt Zattoo; für das Streamen im Browser ist eine App nicht grundsätzlich nötig.
Live-TV im Browser starten
- Rufen Sie die offizielle Website eines Senders oder Streaming-Anbieters auf. Bei der ARD finden Sie die Streams in der Mediathek, beim ZDF im Bereich „Live-TV“.
- Melden Sie sich an oder erstellen Sie ein Konto, falls der Dienst es verlangt. Die ARD bietet ihre Livestreams im Browser kostenlos und ohne Registrierung an. Zattoo Free setzt ein Konto voraus. Bei Joyn ist für Livestreams einzelner Sender eine kostenlose Registrierung nötig.
- Öffnen Sie „Live-TV“ oder „Livestream“ und klicken Sie auf den gewünschten Sender. Beim ZDF können Sie im Bereich „Live-TV“ auch weitere Sender aus der ZDF-Familie auswählen.
- Starten Sie die Wiedergabe und prüfen Sie, ob Bild und Ton laufen. Wenn der Stream ruckelt, wählen Sie eine niedrigere Bildqualität, sofern der Player diese Einstellung anbietet.
Prüfen Sie vor der Anmeldung, ob der gewünschte Sender im Angebot enthalten ist. Ein kostenloses Angebot umfasst nicht automatisch alle Programme. Zattoo Free enthält laut Anbieter beispielsweise keine Sender der RTL- und ProSiebenSat.1-Gruppe. Auch die Kosten und Kontobedingungen unterscheiden sich zwischen Diensten.
Wenn der Stream nicht läuft
Startet der Player nicht oder fehlt er ganz, laden Sie die Seite neu und prüfen Sie, ob Ihr Browser aktuell ist. Werbe- oder Skriptblocker sowie Sicherheitsprogramme können die Wiedergabe stören. Schalten Sie solche Erweiterungen testweise für die Senderseite aus. Bleibt das Problem bestehen, öffnen Sie den Stream in einem anderen unterstützten Browser.
Bei schwarzem Bild oder einer Meldung zu geschützten Inhalten prüfen Sie, ob Ihr Browser und Ihr Gerät die erforderliche DRM-Wiedergabe unterstützen. Wechseln Sie den Browser, wenn der bisherige die nötige Wiedergabekomponente nicht unterstützt. Deaktivieren Sie Sicherheitsfunktionen nicht dauerhaft, nur um einen Stream zu starten.
Ruckelt das Bild oder pausiert der Stream häufig, testen Sie zuerst die Internetverbindung. Wenn möglich, vergleichen Sie WLAN mit einer kabelgebundenen Verbindung. Verringern Sie die Bildqualität und schließen Sie nebenbei laufende Downloads oder weitere Streams. Dann liegt das Problem wahrscheinlich an der ursprünglichen Internetverbindung oder an den Geräteeinstellungen.
Bleibt der Fehler bestehen, löschen Sie die Cookies und den Zwischenspeicher des Browsers und starten Sie ihn neu. Testen Sie bei Problemen mit einem Sender einen anderen desselben Anbieters. Läuft dieser, ist möglicherweise nur der erste Stream betroffen. Bei großen Live-Veranstaltungen bieten Sender manchmal alternative Streams an.
Wo Livestreams verfügbar sind
Die Verfügbarkeit hängt vom Sender, vom Inhalt und vom Aufenthaltsort ab. Im Ausland können einzelne Sendungen oder ganze Senderstreams wegen der Online-Rechte gesperrt sein. Das ZDF bietet seine durchgehenden Livestreams nach eigenen Angaben nur in Deutschland an; einzelne Sendungen können auch außerhalb Deutschlands verfügbar sein. Prüfen Sie daher die Hinweise des jeweiligen Senders, wenn ein Stream im Ausland nicht startet.
