Bis 120 Euro bekommen Sie einen Fernseher für gelegentliches Fernsehen, etwa als Zweitgerät in Küche oder Gästezimmer. Die Geräte sind meist kompakt und einfach ausgestattet; vereinzelt gibt es Modelle mit 32 Zoll. Häufig sind die Auflösung oder die Smart-TV-Funktionen eingeschränkt.

Prüfen Sie vor dem Kauf die genaue Modellnummer, die Auflösung und den Empfang. Ein größerer Bildschirm bedeutet in dieser Preisklasse nicht automatisch ein schärferes Bild oder mehr Funktionen.

Was Fernseher unter 120 Euro bieten

Viele günstige Modelle haben ein LED-Display und eine HD-ready-Auflösung. „HD-ready“ bezeichnet hier eine geringere Bildauflösung als Full HD oder 4K. Die konkrete Auflösung hängt vom jeweiligen Modell ab.

Sie können damit normales Fernsehen schauen. Feine Bilddetails sind jedoch weniger klar als bei einem Full-HD- oder 4K-Gerät. Wenn Ihnen Schärfe wichtig ist, vergleichen Sie deshalb die Auflösung und nicht nur die Bildschirmgröße. Die Angaben „HD“ oder „HD-ready“ stehen nicht für Full HD.

Die genannten Modelle haben HDMI- und USB-Anschlüsse. HDMI verbindet etwa einen Receiver oder eine Spielekonsole mit dem Fernseher; über USB lassen sich je nach Modell passende Geräte oder Datenträger anschließen. Wie viele Buchsen vorhanden sind und welche Funktionen sie unterstützen, hängt vom konkreten Modell ab.

Smart-TV genau prüfen

Smart-TV ist in dieser Preisklasse möglich, aber nicht selbstverständlich. Ein Smart-TV verbindet sich mit dem Internet und bietet je nach Betriebssystem Apps für Streamingdienste. Laut Hersteller hat der Cecotec 0 Series 0024 mit der Modellreferenz 02610 keine Smart-TV-Funktion.

Verlassen Sie sich deshalb nicht allein auf die Bezeichnung im Angebotstitel. Prüfen Sie anhand der vollständigen Modellnummer, ob WLAN vorhanden ist und ob der Fernseher die gewünschten Apps unterstützt. Bei widersprüchlichen Angaben zählt das Datenblatt des Herstellers zur passenden Modellreferenz. Ohne Smart-TV können Sie Streaming über ein angeschlossenes Zusatzgerät nutzen, sofern der Fernseher den dafür nötigen HDMI-Anschluss hat.

DVB-T2-HD-Empfang über Antenne

Für Antennenempfang in Deutschland muss der Fernseher DVB-T2 HD unterstützen. DVB-T2 HD bezeichnet den digitalen Fernsehempfang über Antenne. Zusätzlich braucht das Gerät den Videocodec HEVC, auch H.265 genannt. Ein Codec ist ein Verfahren, mit dem Bild- und Tondaten übertragen und wiedergegeben werden. Die Angabe „DVB-T2“ allein belegt die erforderliche HEVC-Unterstützung nicht.

Prüfen Sie diese Angaben im Datenblatt oder in der Bedienungsanleitung des konkreten Modells. Öffentlich-rechtliche Programme sind über DVB-T2 HD frei empfangbar. Für private Sender ist ein gesonderter, verschlüsselter Zugang nötig. Ob Antennenempfang am Wohnort funktioniert, hängt außerdem von der Empfangslage und der Antenne ab.

Ton, Anschlüsse und Stromverbrauch

Die Daten eines günstigen Fernsehers geben Hinweise auf seine Ausstattung, aber keine vollständige Auskunft über die Bild- oder Tonqualität. Beim Cecotec-Modell nennt der Hersteller eine Gesamtlautsprecherleistung von 6 Watt. Die Wattzahl gibt die Lautsprecherleistung an, sagt aber nicht, wie der Fernseher klingt. Wenn der Klang für Sie wichtig ist, hören Sie das Gerät nach Möglichkeit vor dem Kauf an und prüfen Sie, ob ein passender Audio- oder Kopfhöreranschluss vorhanden ist.

Auch beim Stromverbrauch lohnt sich ein Blick auf das Energielabel. Für den 32-Zoll-PEAQ PTV 32H-5025C sind Energieklasse E und ein Verbrauchswert im SDR-Betrieb angegeben. SDR steht für die normale Bilddarstellung ohne erweiterten Helligkeits- und Farbumfang. Der tatsächliche Verbrauch hängt unter anderem davon ab, wie lange der Fernseher läuft und welche Einstellungen Sie wählen.

Angebote und Modellnummern vergleichen

Unter 120 Euro tauchen gelegentlich auch 32-Zoll-Geräte auf. Ein Angebot für den PEAQ PTV 32H-5025C lag bei 111 Euro einschließlich Versand. Solche Preise sind Momentaufnahmen und keine dauerhafte Zusage. Vergleichen Sie neben der Ausstattung auch den Gesamtpreis, den Verkäufer und die Rückgabebedingungen.

Achten Sie besonders auf ähnlich klingende Modellnummern. Der PEAQ PTV 32H-5025C und der PTV 32H-5026C sind unterschiedliche Geräte; ein Angebot für das eine Modell sagt nichts über den Preis oder die Ausstattung des anderen aus. Auch Händlerangaben können von Herstellerdaten abweichen. Gleichen Sie daher vor der Bestellung die vollständige Modellnummer ab.

Wann ein Fernseher unter 120 Euro reicht

Als Zweitgerät für gelegentliches Fernsehen kann ein 24-Zoll-Modell passen, wenn HD-ready genügt und Sie keine integrierten Streaming-Apps brauchen. Für ein größeres Bild kommt ein 32-Zoll-Angebot infrage. Entscheidend ist, dass Auflösung und Anschlüsse zu Ihrem Bedarf passen und der Empfang Ihren Anforderungen entspricht.

Als Hauptfernseher sollten Sie Sitzabstand und Bildschirmgröße vorab prüfen. Ein größerer Bildschirm mit HD-ready-Auflösung liefert nicht dieselbe Detaildarstellung wie ein Gerät mit Full HD oder 4K. Die technischen Daten zeigen außerdem nicht zuverlässig, wie schnell die Menüs reagieren. Auch wie das Bild von der Seite aussieht und wie gut der Ton im Alltag klingt, lässt sich daraus nicht zuverlässig ableiten. Für die Geräte unter 120 Euro liegen keine vergleichbaren unabhängigen Messwerte vor, die solche pauschalen Qualitätsurteile stützen.