Vergleichen Sie außerdem, wie empfindlich sich der Sensor einstellen lässt und wie oft die Maus ihre Daten an den Rechner sendet. Diese Werte allein zeigen nicht, wie sich die Maus in Ihrer Hand anfühlt.
Gaming-Maus nach Handform wählen
Prüfen Sie, ob die Maus für Rechts- oder Linkshänder ausgelegt ist und ob ihre Größe zu Ihrer Hand passt. Die Daumenablage und die Seitentasten sollten so liegen, dass Sie die Maus sicher greifen und die Tasten bequem erreichen. Eine symmetrisch wirkende Form ist nicht automatisch für beide Hände gleich gut geeignet.
Mit den Herstellerangaben zu Maßen und Zielgruppe können Sie Mäuse vergleichen. Ob die Form zu Ihrer Hand passt, zeigen die Angaben aber nicht sicher. Die rechtshändige Razer DeathAdder V3 misst laut Hersteller 128 × 68 × 44 mm. Wenn Sie die Gelegenheit haben, probieren Sie die Maus vor dem Kauf aus. Achten Sie dabei darauf, ob Finger, Handballen und Daumen entspannt aufliegen und ob Sie alle gewünschten Tasten erreichen.
Auch das Gewicht ist Geschmackssache. Eine leichte Maus lässt sich leichter bewegen, doch daraus folgt kein allgemeiner Leistungsvorteil. Eine Studie mit 16 professionellen Spielern fand bei einem Vergleich von 80 und 87 Gramm keine statistisch signifikanten Unterschiede bei den gemessenen Leistungs- und Bewegungswerten. Die Teilnehmenden bevorzugten dennoch die leichtere Variante. Die kleine Gruppe aus männlichen, rechtshändigen Profispielern erlaubt keine allgemeine Empfehlung für alle Käufer. Die Studie zu Gewicht und Verbindung liefert daher eher einen Hinweis auf persönliche Vorlieben als eine Regel für den Kauf.
Sensorwerte richtig lesen
DPI steht für „dots per inch“ und beschreibt, wie empfindlich der Sensor eingestellt werden kann. Hersteller verwenden auch CPI, also „counts per inch“, für eine vergleichbare Empfindlichkeitsangabe. Ein hoher Maximalwert macht Ihr Zielen im Spiel nicht automatisch präziser. Entscheidend ist, ob sich die Empfindlichkeit passend einstellen lässt und sich die Maus bei Ihrer Einstellung kontrolliert bewegt.
Die Logitech G PRO X SUPERLIGHT 2 bietet laut Hersteller eine hohe maximale DPI-Einstellung. Die Maximalwerte lassen sich nicht sinnvoll vergleichen, wenn ein Hersteller DPI und ein anderer CPI angibt. Kaufen Sie nicht allein nach der höchsten Zahl. Prüfen Sie stattdessen, ob die Einstellung in kleinen Schritten anpassbar ist und ob die Maus die gewählten Einstellungen für Ihre Spiele speichert.
Kabel oder Funk
Eine kabellose Maus eignet sich auch für Spiele. In der genannten Studie schnitten die kabellosen Modelle bei bestimmten Messungen zu Fehleranteil und Komfort besser ab. Das Ergebnis gilt für die untersuchten Geräte und Teilnehmenden und beweist keinen allgemeinen Vorteil von Funkmäusen.
Prüfen Sie bei kabellosen Modellen, welche Verbindung sie nutzen. Möglich sind ein USB-Funkempfänger und Bluetooth, auch beides zusammen. Ein Funkempfänger braucht einen passenden USB-Anschluss am Rechner. Bluetooth setzt voraus, dass der Rechner diese Verbindung unterstützt. Bei einer kabelgebundenen Maus entfällt der Akku, dafür muss die Kabellänge zu Ihrem Schreibtisch passen.
Abtastrate und Reaktionszeit
Die Abtastrate, auch Polling Rate genannt, gibt an, wie oft die Maus dem Rechner ihre Position meldet. Eine höhere Abtastrate bedeutet häufigere Meldungen, aber nicht, dass sich die gesamte Verzögerung im Spiel im gleichen Verhältnis verkürzt.
Die PRO X SUPERLIGHT 2 unterstützt laut Logitech eine hohe Abtastrate. Eine hohe Abtastrate ist nicht für jedes Spiel nötig, beansprucht den Rechner stärker und wird von älteren Spielen möglicherweise schlechter verarbeitet. Wenn Sie ein Modell mit hoher Abtastrate wählen, prüfen Sie, ob Sie die Rate reduzieren können, falls ein Spiel ruckelt oder Eingaben nicht sauber verarbeitet.
Seitentasten und Maussoftware
Viele Seitentasten lohnen sich vor allem, wenn Sie in Ihren Spielen regelmäßig Fähigkeiten, Gegenstände oder Makros, also gespeicherte Abfolgen von Eingaben, darüber auslösen. Für Spiele mit wenigen benötigten Eingaben können zusätzliche Tasten dagegen überflüssig sein. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Sie die Tasten mit dem Daumen sicher erreichen, ohne den Griff zu verändern.
Für zusätzliche Funktionen brauchen Sie häufig eine Software des Herstellers, mit der Sie die Maus einrichten. Damit legen Sie etwa Tastenbelegungen oder Empfindlichkeitsprofile fest. Logitech nennt für G HUB aktuelle Windows- und macOS-Versionen als unterstützt. Prüfen Sie trotzdem die Angaben für das konkrete Mausmodell und Ihre Betriebssystemversion. Wenn Sie die Maus an mehreren Geräten verwenden, klären Sie außerdem, ob die Einstellungen direkt in der Maus gespeichert werden oder laufende Software benötigen.
Gaming-Maus-Modelle nach Ausstattung
Die folgenden Modelle dienen als Beispiele für unterschiedliche Ausstattungen, nicht als Rangliste. Die Herstellerangaben beschreiben Funktionen und Maße, aber nicht, ob die Form zu Ihrer Hand passt.
| Einsatz | Beispiel | Herstellerangaben |
|---|---|---|
| Leichte Funkmaus mit wenigen Zusatzfunktionen | Logitech G PRO X SUPERLIGHT 2 | 60 Gramm, hohe maximale DPI-Einstellung und hohe Abtastrate |
| Rechtshändige Form mit Kabel | Razer DeathAdder V3 | 59 Gramm, 128 × 68 × 44 mm, ergonomische Rechtshänderform |
| Kabelgebundene Maus mit Zusatztasten und anpassbarem Scrollrad | Logitech G502 X | 89 Gramm, HERO-25K-Sensor, anpassbarer DPI-Umschalter und Scrollrad mit Raster- und Freilaufmodus |
Vergleichen Sie die Maße und das Gewicht mit Ihren Vorlieben. Für schnelle Spiele kann ein schlichtes Modell ohne viele Zusatztasten besser zu Ihrem Bedarf passen. Wenn Sie häufig verschiedene Funktionen belegen oder das Scrollrad in unterschiedlichen Modi nutzen, kann eine stärker ausgestattete Maus praktischer sein.
Anschluss vor dem Kauf prüfen
Kontrollieren Sie, ob Ihr PC oder Laptop den benötigten Anschluss bietet. Bei einem Funkmodell muss der Empfänger zu einem freien USB-Anschluss passen. Bei Bluetooth prüfen Sie, ob Ihr Gerät Bluetooth unterstützt und der Hersteller diese Verbindung für das konkrete Modell vorsieht.
Prüfen Sie außerdem, welche Funktionen ohne Software laufen und für welche Sie ein Programm des Herstellers brauchen. Ob hohe Abtastraten funktionieren, hängt neben dem Anschluss auch von den Spieleinstellungen und der Leistung des Rechners ab. Wenn Sie die Maus zwischen mehreren Rechnern verwenden, sind gespeicherte Profile hilfreich. Prüfen Sie dafür die Angaben des jeweiligen Modells, denn solche Funktionen unterscheiden sich von Maus zu Maus.
Häufige Fehlkäufe vermeiden
Ein häufiger Fehlkauf ist eine Maus, die wegen maximaler DPI oder besonders hoher Polling Rate ausgewählt wurde, obwohl diese Werte im Alltag kaum gebraucht werden. Ebenso lohnt sich eine große Zahl programmierbarer Tasten nur, wenn Sie sie regelmäßig nutzen und bequem erreichen.
Achten Sie auch auf Herstellerangaben zur Akkulaufzeit: Sie beruhen auf bestimmten Nutzungsbedingungen und sind kein garantierter Praxiswert für jedes Spiel- und Verbindungsszenario. Wenn Ihnen eine lange Akkulaufzeit wichtig ist, vergleichen Sie die Herstellerangaben für die jeweilige Verbindung. Prüfen Sie auch, ob Sie die Maus während des Ladens weiterverwenden können.























