Layout und Größe prüfen

Das Tastaturlayout beschreibt die Anordnung der Tasten und Sonderzeichen. Für deutschsprachige Texte ist meist eine deutsch beschriftete QWERTZ-Tastatur passend. Prüfen Sie trotzdem die genaue Variante: Die Zeichen auf den Tasten und die Einstellung im Betriebssystem legen getrennt voneinander fest, welche Zeichen Sie eingeben. Ist zum Beispiel eine englisch beschriftete Tastatur mit deutschem Eingabelayout verbunden, können die eingegebenen Sonderzeichen von den Aufdrucken abweichen. Unter Windows lässt sich das Eingabelayout ändern, wie Microsoft erklärt.

Auch die Größe entscheidet über den Alltag. Wenn Sie regelmäßig Zahlen in Tabellen eingeben, ist ein eigener Ziffernblock praktisch. Nutzen Sie ihn selten, spart eine kompakte Tastatur Platz und lässt die Maus näher an die Tastatur rücken. Die BAuA-Regel für Bildschirmarbeit empfiehlt eine kompakte Tastatur bei geringer Zahleneingabe. Das ist eine Orientierung für die Gestaltung von Arbeitsplätzen, keine pauschale Vorgabe für jeden privaten Schreibtisch.

Tasten passend zum Tippen

Flache Tastaturen haben kurze Tastenwege. Bei Membrantastaturen drücken die Tasten auf eine flexible Membran; mechanische Tastaturen haben einzelne Schalter unter den Tasten. Die Tastaturen fühlen sich unterschiedlich an und sind beim Tippen unterschiedlich laut. Keine Bauform ist für alle besser. Wenn Sie viel schreiben, zählen Ihr Tippgefühl und die Lautstärke im Raum. Probieren Sie die Bauform nach Möglichkeit aus, bevor Sie sich festlegen.

Ein Ziffernblock lohnt sich vor allem bei regelmäßiger Zahleneingabe. Bei einer kleineren Tastatur können Sie die Maus näher heranrücken; dafür fehlen je nach Bauform eigene Tasten oder ein separates Zahlenfeld. Vergleichen Sie daher nicht nur die Gesamtbreite, sondern auch, welche Tasten Sie tatsächlich brauchen.

Mausform ausprobieren

Eine Maus sollte sich gut steuern lassen und zu Ihrer Hand passen. Kleine Reisemäuse sind leicht zu verstauen, können bei längerer Nutzung am Schreibtisch aber unangenehm klein sein. Prüfen Sie daher neben den Maßen auch, ob Ihre Hand die Maus entspannt greifen kann.

Vertikalmaus und Trackball sind alternative Eingabegeräte: Eine Vertikalmaus wird seitlicher gehalten, bei einem Trackball bewegen Sie eine Kugel mit den Fingern oder dem Daumen. Solche Mäuse passen nicht zu jeder Hand. Die BAuA behandelt alternative Eingabemittel als individuelle Erprobung; beurteilen Sie eine Spezialmaus deshalb nach dem eigenen Griffgefühl statt allein nach der Produktbezeichnung.

Anschluss zum Gerät wählen

Kabelgebundene Geräte brauchen keine Funkverbindung und in der Regel keine eigene Batterie. Dafür liegt ein Kabel auf dem Tisch. Mit Bluetooth verbinden Sie Tastatur oder Maus direkt mit einem Rechner oder Tablet, wenn das Gerät Bluetooth unterstützt. Ein USB-Funkempfänger stellt die Funkverbindung über einen kleinen Stecker her und benötigt einen passenden USB-Anschluss.

Achten Sie bei Funkgeräten auf den genauen Empfänger. Ein USB-A-Stecker passt nicht direkt in einen Anschluss, der ausschließlich USB-C bietet. Auch Empfänger derselben Marke sind nicht zwangsläufig untereinander austauschbar: Logitech weist bei seinem MK370-Datenblatt darauf hin, dass Geräte mit Logi-Bolt-Empfänger nicht mit anderen Logitech-USB-Empfängern gekoppelt werden. Prüfen Sie bei vorhandenem Zubehör daher die konkrete Modell- und Empfängerkompatibilität.

Funktionen mit dem Betriebssystem abgleichen

„Kompatibel“ heißt zunächst, dass die Tasten und der Mauszeiger grundsätzlich funktionieren. Sondertasten, programmierbare Funktionen oder der Wechsel zwischen mehreren Geräten können zusätzliche Software oder bestimmte Betriebssystemversionen voraussetzen. Lesen Sie die Angaben des Herstellers für genau das angebotene Modell und prüfen Sie, ob die Funktionen, die Sie nutzen möchten, auch auf Ihrem Rechner verfügbar sind.

Vor dem Kauf helfen diese Fragen:

  • Ist Bluetooth vorhanden oder wird ein Funkempfänger benötigt?
  • Passt der Empfänger in einen freien Anschluss?
  • Welche Betriebssystemversion nennt der Hersteller?
  • Funktionieren gewünschte Sondertasten und Geräteeinstellungen ohne zusätzliche Software?
  • Ist die Tastatur tatsächlich deutsch beschriftet?
  • Wird sie mit Batterien betrieben oder über einen Akku geladen?

Tastatur und Maus nach Nutzung vergleichen

Nutzung Worauf es besonders ankommt
Stationärer PC Layout, Tastaturgröße, Mausgefühl und passender Anschluss
Viel Schreiben Tastenhöhe, Tippgefühl, Lautstärke und vertrautes Layout
Tabellen und Zahlen Separater Ziffernblock und ausreichend Platz für die Maus
Laptop oder Tablet Kompakte Maße, unterstützte Verbindung und Gerätewechsel
Mobile Nutzung Gewicht, Abmessungen, Stromversorgung und Aufbewahrung des Empfängers
Gaming Nur die Merkmale vergleichen, die für die eigenen Spiele wichtig sind; Beleuchtung oder eine hohe DPI-Angabe allein belegen keine bessere Eignung

DPI steht für „dots per inch“ und gibt an, wie stark der Mauszeiger auf die Bewegung der Maus reagiert. Der Wert sagt für sich genommen nicht aus, ob eine Maus präziser oder für Sie angenehmer ist. Bei Gaming-Geräten sollten Sie gezielt die Funktionen vergleichen, die Sie tatsächlich verwenden, statt einzelne Zahlen oder Beleuchtung als allgemeines Qualitätsmerkmal zu behandeln.

Fehlkäufe bei Tastatur und Maus vermeiden

Ein häufiger Fehler ist, eine kompakte Tastatur nur wegen ihrer geringeren Breite zu wählen und den fehlenden Ziffernblock später zu vermissen. Umgekehrt nimmt eine Tastatur in voller Größe mehr Platz ein, obwohl Sie die zusätzlichen Tasten vielleicht kaum nutzen. Entscheidend ist, welche Eingaben bei Ihnen regelmäßig anfallen.

Auch ein vermeintliches Ergonomie-Upgrade sollte zur eigenen Hand passen. Eine besondere Mausform oder ein ergonomisch beworbener Aufbau garantiert kein besseres Griffgefühl. Wenn Sie Beschwerden haben oder eine andere Form ausprobieren möchten, testen Sie das Gerät, sofern möglich, zunächst im Fachhandel. Bei anhaltenden Beschwerden ist eine qualifizierte medizinische oder arbeitsmedizinische Beratung sinnvoll.