Welche Anschlüsse und Bildformate Ihr Player unterstützen muss, hängt von Ihrem Fernseher und gegebenenfalls Ihrer Soundbar oder Ihrem AV-Receiver ab. Prüfen Sie auch für das konkrete Modell, ob es 3D-Filme, Musik-CDs oder eigene Dateien abspielt.
Full HD oder UHD?
Ein normaler Blu-ray-Player spielt Blu-rays in Full HD sowie häufig DVDs und CDs ab. Ein UHD-Blu-ray-Player kann zusätzlich Ultra-HD-Blu-ray-Discs wiedergeben und spielt übliche Blu-rays ebenfalls ab. Umgekehrt funktioniert es nicht: Ein normaler Blu-ray-Player kann UHD-Discs nicht lesen. Das bestätigt auch die Blu-ray Disc Association.
UHD lohnt sich vor allem, wenn Sie UHD-Filme auf Disc ansehen möchten und einen passenden 4K-Fernseher besitzen. Eine normale Blu-ray bleibt auch auf einem 4K-Fernseher nutzbar; der Player oder Fernseher rechnet ihr Bild gegebenenfalls hoch. Diese Umrechnung fügt der Disc aber keine UHD-Bilddaten hinzu.
HDR und HDMI-Anschlüsse prüfen
HDR steht für „High Dynamic Range“ und bezeichnet eine Bilddarstellung mit einem größeren Helligkeits- und Farbumfang. Damit HDR wie gewünscht funktioniert, müssen Player, Fernseher und die verwendeten Anschlüsse zusammenpassen. Ist eine Soundbar oder ein AV-Receiver zwischengeschaltet, muss auch dieses Gerät das benötigte Bildsignal weiterleiten.
Prüfen Sie vor dem Kauf, welcher HDMI-Eingang am Fernseher UHD und HDR unterstützt. Sehen Sie außerdem in der Anleitung Ihres Audiogeräts nach, ob es diese Signale durchleitet. Ein UHD-Player mit zwei HDMI-Ausgängen kann helfen, wenn Ihr älterer Receiver das Bild nicht weiterleitet: Ein Ausgang führt das Bild direkt zum Fernseher, der andere den Ton zum Audiogerät. Ob die Ausgänge diese Trennung unterstützen, muss in den Angaben zum konkreten Modell stehen.
Auch die HDR-Formate sollten zu Ihrem Fernseher passen. Panasonic nennt beim DP-UB820 unter anderem HDR10+, Dolby Vision und HLG. Sony gibt für den UBP-X700/K HDR10 und Dolby Vision an. Vergleichen Sie deshalb die Formatangaben beider Geräte, statt allein auf ein HDR-Logo auf der Verpackung zu achten.
Bei einzelnen Modellen sind zusätzliche Einstellungen nötig. Beim Sony UBP-X700/K ist Dolby Vision laut Sony-Support standardmäßig ausgeschaltet. Sony weist außerdem darauf hin, dass bestimmte Bildoptionen und die 3D-Wiedergabe bei aktivierter Dolby-Vision-Funktion nicht verfügbar sind. Prüfen Sie bei einem konkreten Modell daher auch die Anleitung und die Menüeinstellungen.
Discs, Ton und Dateien prüfen
Für die meisten Käufer reichen DVD- und Blu-ray-Wiedergabe. Wer 3D-Filme, beschreibbare Discs wie BD-R (einmal beschreibbar) oder BD-RE (wiederbeschreibbar) oder bestimmte Musikformate nutzen möchte, sollte diese ausdrücklich in der Formatliste des Players suchen. Dass ein Gerät Blu-rays abspielt, sagt allein noch nichts über die Unterstützung von Super Audio CDs (SACDs) oder die Wiedergabe bestimmter Musikdateien aus.
Dasselbe gilt für USB-Dateien. Ein USB-Anschluss garantiert nicht, dass jede Videodatei läuft. Entscheidend sind unter anderem das Dateiformat, die Verfahren, mit denen Bild und Ton codiert werden, und die Untertitel. Vergleichen Sie die Angaben des Players mit den Dateien, die Sie tatsächlich abspielen möchten.
Ein einfacher Blu-ray-Player wie der LG BP450 ist ein Beispiel für ein Gerät mit Full-HD-Wiedergabe, DVD- und CD-Unterstützung sowie USB-Funktionen. LG führt für dieses Modell auch 3D und verschiedene Dateiformate auf. Es ist jedoch kein UHD-Player. Die Angaben zu Smart-TV-Diensten sollten Sie gesondert prüfen: Bei älteren Geräten können einzelne Apps eingestellt werden, wie Panasonics Hinweis zu bestimmten älteren Modellen zeigt. Wenn Streaming wichtig ist, bestätigen Sie die Unterstützung des gewünschten Dienstes für genau das Modell oder planen Sie einen separaten Streaming-Zuspieler ein.
Regionalcodes importierter Discs prüfen
Bei importierten Discs muss der Player den Regionalcode der Disc unterstützen. Der Regionalcode legt fest, in welchen Regionen eine Disc abspielbar ist. Sony ordnet Europa bei normalen Blu-rays der Region B zu. UHD-Blu-ray-Discs sind laut Sony regionsunabhängig. Diese Ausnahme gilt nicht automatisch für gewöhnliche Blu-rays oder DVDs. Wenn Sie häufig Filme aus anderen Regionen kaufen, gleichen Sie den Regionalcode der Disc mit dem Player ab.
Blu-ray-Player für verschiedene Setups
Für eine Sammlung aus DVDs und Full-HD-Blu-rays an einem älteren Fernseher genügt ein normaler Blu-ray-Player, sofern er die gewünschten Discs unterstützt. UHD und HDR bringen in diesem Fall keinen Nutzen für die Wiedergabe von UHD-Discs, denn solche Discs wären mit dem Gerät nicht abspielbar.
Wer UHD-Filme mit unterschiedlichen HDR-Formaten ansehen und Bild und Ton getrennt ausgeben möchte, kann Geräte wie den Panasonic DP-UB820 oder den Sony UBP-X700/K anhand ihrer Herstellerangaben vergleichen. Panasonic führt beim DP-UB820 mehrere HDR-Formate und zwei HDMI-Ausgänge auf. Sony nennt beim UBP-X700/K ebenfalls zwei HDMI-Ausgänge und Dolby Vision. Prüfen Sie vor der Auswahl, ob das genaue Modell zu Fernseher, Receiver und den gewünschten Discs passt. Die Beispiele sind keine Rangfolge. Sie zeigen, welche Ausstattung je nach Fernseher, Audiogerät und gewünschten Discs wichtig ist.



















