Wenn Sie nur selten Schwarzweiß-Dokumente drucken, eignet sich oft ein einfacher Laserdrucker. Für Fotos und regelmäßige Farbdrucke passt eher ein Tintenstrahldrucker. Wenn Sie viel drucken, kommt ein Drucker mit nachfüllbaren Tintentanks infrage. Wählen Sie ein Gerät, dessen Drucktechnik, laufende Kosten und Funktionen zu Ihrem Bedarf passen.

Drucktechnik nach Nutzung wählen

Drucken Sie nur gelegentlich Briefe, Formulare oder Rechnungen, ist ein Schwarzweiß-Laserdrucker eine praktische Wahl. Toner trocknet bei langen Pausen nicht ein, und Laserdrucker geben Text in der Regel scharf und schnell aus. Möchten Sie auch scannen oder kopieren, wählen Sie ein Multifunktionsgerät mit Laserdruck. Für Farbdokumente oder Fotos reicht ein Schwarzweißgerät dagegen nicht.

Ein Tintenstrahldrucker eignet sich, wenn Sie regelmäßig Farbe benötigen oder Fotos auf geeignetem Papier ausgeben möchten. Bei längeren Druckpausen kann Tinte eintrocknen. Außerdem verbrauchen manche Geräte Tinte für Reinigungszyklen, auch wenn Sie nicht drucken. In einem Test lagen die Kosten nach sechs Wochen ohne Ausdruck bei den untersuchten Modellen zwischen 20 Cent und 10 Euro. Diese Spanne gilt für die getesteten Geräte und lässt sich nicht auf jedes Modell übertragen. Die Entscheidungshilfe der Stiftung Warentest erklärt weitere Unterschiede zwischen Laser und Tinte.

Wenn Sie regelmäßig größere Mengen in Farbe drucken, vergleichen Sie Tintentankdrucker. Sie nutzen nachfüllbare Tintenbehälter statt einzelner Patronen und können bei hohem Druckaufkommen niedrige Verbrauchskosten bieten. Der höhere Gerätepreis muss sich aber durch Ihre tatsächliche Nutzung rechnen. Auch Tanktinte kann bei längerer Nichtbenutzung austrocknen, wie Epson in seinem Leitfaden zu Tintentankdruckern erläutert.

Laufende Druckkosten vergleichen

Vergleichen Sie den Gerätepreis und die Kosten für die Verbrauchsmaterialien, die Sie tatsächlich brauchen. Sehen Sie bei Tinte und Toner nach dem Preis pro Seite und unterscheiden Sie zwischen Schwarzweiß-, Farb- und Fotodrucken. Ein Fotodruck braucht eine andere Menge Tinte oder Toner als eine Textseite. Die Druckerübersicht der Stiftung Warentest weist deshalb Kosten für verschiedene Vorlagenarten getrennt aus.

Die angegebene Reichweite von Patronen, Tonerkartuschen oder Tintenflaschen ist ein Richtwert auf Basis einheitlicher Testseiten. Viele Grafiken, Fotos oder vollflächige Farbdrucke erhöhen den Verbrauch, sodass die Reichweite in Ihrem Haushalt geringer ausfallen kann. Prüfen Sie außerdem, ob das mitgelieferte Verbrauchsmaterial eine geringere Reichweite hat als die nachkaufbaren Varianten. Bei einem Tintentankdrucker lohnt es sich, das eigene Druckvolumen mit den Angaben zu Verbrauch und Reichweite zu vergleichen. Epson beschreibt die Annahmen seines Kostenrechners für Tintentanks; die Ergebnisse beziehen sich auf die dort genannten Vergleichsbedingungen.

Bei einem Drucker-Abo sollten Sie auch prüfen, an welche Bedingungen Sie gebunden sind. HP Instant Ink setzt Registrierung und Internetverbindung voraus. Laut HP funktionieren die dafür vorgesehenen Patronen nur bei registrierten Druckern; nach dem Ende des Abonnements lassen sie sich nicht wie normale Patronen weiterverwenden. Lesen Sie vor dem Kauf die Bedingungen für Instant Ink, wenn Sie dieses Angebot nutzen möchten.

Scanner, Duplexdruck und Fotodruck auswählen

Ein Multifunktionsgerät verbindet Drucken mit Scannen und Kopieren. Diese Zusätze sind nützlich, wenn Sie regelmäßig Papierunterlagen digitalisieren oder vervielfältigen. Wenn Sie nur drucken, zahlen Sie für Funktionen, die Sie möglicherweise nicht brauchen.

Für mehrseitige Vorlagen hilft ein automatischer Vorlageneinzug, kurz ADF: Er zieht mehrere Blätter nacheinander zum Scannen oder Kopieren ein. Das bedeutet nicht automatisch, dass das Gerät auch beidseitig scannt. Automatischer Duplexdruck wiederum bedeutet, dass der Drucker ein Blatt selbstständig auf beiden Seiten bedruckt. Prüfen Sie beide Funktionen getrennt in den technischen Daten des konkreten Modells.

Für Fotodrucke achten Sie auf unterstützte Papierformate und Papiersorten sowie auf Randlosdruck, falls die Bilder bis an die Kante reichen sollen. Ein Gerät, das randloses Drucken unterstützt, muss dafür nicht jedes Papierformat anbieten. Auch der Verbrauch für Fotoseiten kann deutlich von den Kosten für normale Textseiten abweichen.

Verbindung mit Ihren Geräten prüfen

WLAN allein reicht nicht immer aus: Ihr Smartphone oder Computer erkennt den Drucker möglicherweise erst nach zusätzlicher Einrichtung. Prüfen Sie die Unterstützung für die genaue Modellnummer und das Betriebssystem, das Sie verwenden. Für Apple-Geräte muss der Drucker Apples AirPrint-Funktion unterstützen. Apple nennt als Voraussetzung ein gemeinsames WLAN für Drucker und Gerät; die AirPrint-Hinweise von Apple erklären die Verbindung.

Prüfen Sie beim Druckerhersteller, ob das jeweilige Modell mit Ihrem Android-Gerät, Windows-Computer oder Mac funktioniert. Dasselbe gilt für Linux und ChromeOS. Welche Geräte unterstützt werden, hängt vom Druckermodell ab. Wenn Sie ausschließlich an einem festen Computer drucken, reicht ein USB-Anschluss möglicherweise aus. Für kabelloses Drucken ist die konkrete Netzwerkfunktion entscheidend, etwa WLAN oder Wi-Fi Direct, eine direkte Verbindung zwischen Drucker und Endgerät.

Häufige Fehlkäufe vermeiden

Ein niedriger Kaufpreis sagt wenig über die späteren Kosten aus. Ein preiswertes Gerät kann teure Patronen nutzen; ein Gerät mit niedrigen Seitenkosten ist jedoch nicht automatisch die günstigere Wahl, wenn Sie nur selten drucken. Schätzen Sie Ihr jährliches Druckvolumen und vergleichen Sie Verbrauchsmaterialien für die Seitenarten, die bei Ihnen tatsächlich anfallen.

Auch ein Tankdrucker ist nicht für jeden Haushalt die sparsamste Lösung. Er passt eher zu regelmäßigem oder umfangreichem Druckaufkommen. Wenn Sie nur sehr wenig drucken, kann der höhere Gerätepreis den Vorteil niedriger Kosten für Tinte oder Toner aufheben. Lange Druckpausen schließen einen Tintenstrahler nicht aus; Reinigungszyklen und mögliche Wartung gehören in die Abwägung.

Wählen Sie ein Multifunktionsgerät mit ADF, Duplexdruck oder Fotofunktionen nur, wenn Sie diese Funktionen nutzen. Prüfen Sie die Bezeichnungen einzeln: Ein Vorlageneinzug garantiert weder beidseitiges Scannen noch automatischen Duplexdruck. Vergleichen Sie dafür die vollständige Ausstattung des jeweiligen Modells.