Zum Heimkino gehören der Fernseher und Geräte für Bild und Ton, etwa eine Spielkonsole, eine Soundbar oder ein AV-Receiver. Ein AV-Receiver leitet Bild und Ton von mehreren Geräten an den Fernseher und die Lautsprecher weiter. Achten Sie darauf, dass sich die Geräte verbinden lassen und die Funktionen bieten, die Sie tatsächlich nutzen.
Empfang und Apps prüfen
Klären Sie zuerst, wie das Fernsehprogramm zu Ihnen kommt. Möglich sind Antenne, Kabel und Satellit. IPTV überträgt Fernsehprogramme über das Internet; Streaming ist ein weiterer Weg. Ein eingebauter Tuner empfängt Fernsehsignale über einen dieser Wege. Achten Sie darauf, dass der Fernseher den bei Ihnen genutzten Standard unterstützt: DVB-T2 HD für Antenne, DVB-C für Kabel oder DVB-S2 für Satellit. Ein sogenannter Tripletuner deckt alle drei Empfangswege ab und kann einen separaten Receiver überflüssig machen. Er ersetzt jedoch keinen nötigen Vertrag oder eine erforderliche Entschlüsselung. Die Verbraucherzentrale erläutert die Empfangswege und ihre Voraussetzungen.
Für Streaming und Mediatheken braucht der Fernseher eine Internetverbindung. Die Bezeichnung Smart-TV steht für ein Gerät mit Internetfunktionen und Apps. Sie garantiert nicht, dass eine bestimmte App verfügbar ist. Prüfen Sie daher beim konkreten Modell, ob Ihre gewünschten Dienste unterstützt werden. Ist bereits ein Streaming-Stick oder ein Anbieterreceiver vorhanden, berücksichtigen Sie ihn bei der Planung der HDMI-Anschlüsse, über die Bild und Ton zum Fernseher gelangen.
Bildschirmgröße an Sitzabstand und Platz anpassen
Messen Sie den Sitzabstand und den Aufstellort. Neben der Bildschirmdiagonale müssen Gehäusebreite und Platz für Kabel passen. Prüfen Sie außerdem, ob am Aufstellort Platz für den Standfuß oder die Wandhalterung ist. Die Verbraucherzentrale nennt diese Richtwerte für HDTV, also hochauflösendes Fernsehen, und SDTV, also Fernsehen mit einer älteren, niedrigeren Bildauflösung.
| Bildschirmdiagonale | Sitzabstand bei HDTV | Sitzabstand bei SDTV |
|---|---|---|
| 55 Zoll / 140 cm | 2,0–2,7 m | 3,4–4,1 m |
| 65 Zoll / 163 cm | 2,4–3,1 m | 4,0–4,8 m |
| 75 Zoll / 190 cm | 3,1–3,8 m | 4,6–5,5 m |
Die Werte sind Richtlinien, keine feste Norm. Bei einer Schranknische ist auch das Außenmaß des Fernsehers entscheidend. Vergleichen Sie die Abstandsangaben der Verbraucherzentrale mit Ihrer Sitzposition und messen Sie vor dem Kauf den verfügbaren Platz aus.
Bildtechnik nach Nutzung wählen
OLED und LCD beschreiben unterschiedliche Bildschirmtechniken. Bei OLED leuchten einzelne Bildpunkte selbst und können für Schwarz abgeschaltet werden. LCD-Fernseher erzeugen das Bild mit Flüssigkristallen und einer Hintergrundbeleuchtung. Mini-LED bezeichnet eine besonders kleinteilige Hintergrundbeleuchtung bei LCD-Geräten. QNED ist ein Markenname für eine Produktfamilie. Der Name allein sagt nicht, wie ein bestimmtes Modell in Ihrem Raum wirkt. Die Technikübersicht von LG beschreibt die jeweiligen Verfahren aus Herstellersicht.
Wenn Sie häufig Filme im abgedunkelten Raum ansehen oder seitlich vor dem Fernseher sitzen, vergleichen Sie die Bilddarstellung bei ähnlichem Licht und aus ähnlichen Blickwinkeln. Überlegen Sie bei OLED außerdem, wie oft Senderlogos, Menüs oder Spieleanzeigen lange eingeblendet bleiben. Sony weist auf mögliches Einbrennen beziehungsweise Nachbilder bei lange oder wiederholt angezeigten statischen Bildelementen hin und beschreibt Schutzfunktionen. Das Risiko hängt davon ab, wie Sie den Fernseher nutzen. Einbrennen tritt also nicht bei jedem OLED-Gerät auf, ist aber auch nicht ausgeschlossen.
Die Bildwiederholrate gibt an, wie oft der Fernseher das Bild pro Sekunde aktualisiert. Für normales Fernsehen und Filme nennt die Verbraucherzentrale 100 Hz als Richtwert für gute Bildqualität. Für Spielekonsolen ist zusätzlich wichtig, welche Bildrate die Konsole ausgibt und ob der gewünschte HDMI-Anschluss des Fernsehers sie unterstützt. Die Verbraucherzentrale erklärt Bildqualität und Auflösung; die passende Ausstattung hängt trotzdem vom konkreten Modell und der Quelle ab.
Fernseher mit vorhandenen Geräten verbinden
Zählen Sie vor dem Kauf alle Geräte, die direkt am Fernseher angeschlossen werden sollen. Dazu gehören zum Beispiel Konsole, Blu-ray-Player, Receiver und Soundbar. Prüfen Sie die Zahl der HDMI-Buchsen und die Funktionen, die an den einzelnen Anschlüssen verfügbar sind. Für anspruchsvolles Spielen können 4K bei 120 Hz, VRR und ALLM relevant sein. VRR passt die Bildwiederholrate des Fernsehers an die Ausgabe der Konsole an; ALLM schaltet bei unterstützten Geräten automatisch in einen Modus mit geringer Verzögerung. Samsung weist darauf hin, dass diese Funktionen und 4K bei 120 Hz modell- und anschlussabhängig sind. Prüfen Sie deshalb die Angaben zum konkreten Fernseher und zum vorgesehenen HDMI-Anschluss.
Für eine Soundbar oder einen AV-Receiver prüfen Sie, ob beide Geräte ARC oder eARC unterstützen und welche Buchsen dafür vorgesehen sind. ARC und eARC übertragen den Ton vom Fernseher über ein HDMI-Kabel zurück an das Audiogerät. eARC ist die neuere Variante des Audio-Rückkanals; welche Tonformate unterstützt werden, hängt von den beteiligten Geräten ab. Prüfen Sie die Handbücher von Fernseher und Soundbar. Die Begriffe „HDMI“ und „Dolby Atmos“ allein sagen nicht, welche Tonformate die Geräte gemeinsam unterstützen. Die Verbraucherzentrale erklärt gängige TV-Anschlüsse, und Samsung beschreibt die Voraussetzungen für Ton über eARC.
Bei älteren Geräten wie VHS-Recordern oder älteren Konsolen sollten Sie gezielt nach SCART- oder Cinch-Anschlüssen suchen. Diese Buchsen fehlen bei vielen neueren Fernsehern. Ein Adapter oder Konverter kann helfen, ist aber nicht automatisch mit jeder Gerätekombination kompatibel. Prüfen Sie außerdem bei Kopfhörern, ob Bluetooth oder ein Kopfhörerausgang vorhanden ist und ob sich die Kopfhörerlautstärke unabhängig von den Fernsehlautsprechern regeln lässt.
Stromverbrauch vergleichen
Das EU-Energielabel ordnet Fernseher auf einer Skala von A bis G ein, doch die Effizienzklasse allein zeigt nicht, welches Gerät in Ihrem Haushalt weniger Strom verbraucht. Vergleichen Sie deshalb zusätzlich den ausgewiesenen Stromverbrauch. Das Label weist den Stromverbrauch getrennt für SDR und HDR aus. SDR ist die übliche Bilddarstellung mit normalem Dynamikumfang; HDR steht für Inhalte mit größerem Helligkeits- und Kontrastumfang. Wenn Sie häufig HDR-Inhalte ansehen, berücksichtigen Sie auch diesen Wert. Die Europäische Kommission erläutert die Kennzeichnung elektronischer Displays.






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