Vergleichen Sie die Angaben, die für Ihren Zweck wichtig sind: bei Haushaltsgeräten den Verbrauch und das Fassungsvermögen, bei digitaler Technik die Anschlüsse, das Betriebssystem und die Zusammenarbeit mit Ihrem Zubehör. Das Energielabel erleichtert den Vergleich des Stromverbrauchs, sagt aber nicht allein, ob ein Gerät zu Ihrem Haushalt passt.
Bedarf und Bestand prüfen
Legen Sie vor dem Vergleich fest, welche Aufgabe das Gerät übernehmen soll und wie oft Sie es voraussichtlich nutzen. Für einen selten genutzten Raum genügt womöglich ein kleineres Gerät. Wer regelmäßig für mehrere Personen kocht, braucht dagegen mehr Kühl- oder Gefrierraum. Kaufen Sie keine Funktionen doppelt, die bereits ein anderes Gerät erfüllt.
Prüfen Sie bei einem Ersatzkauf, ob das alte Gerät tatsächlich ausgedient hat. Ist es noch funktionstüchtig, zählen sein Verbrauch und mögliche Reparaturkosten. Beim Kühlschrank empfiehlt das Umweltbundesamt, den Stromverbrauch mit einem Messgerät zu prüfen, statt allein nach dem Alter des Geräts zu entscheiden. Bei einer Spülmaschine zählen auch die Breite, der Innenraum und die Geschirrmenge, die bei einem Spülgang anfällt.
Messen Sie den verfügbaren Platz und vergleichen Sie die Angaben mit den Gerätemaßen. Bei Einbaugeräten müssen auch Einbaumaße und vorhandene Anschlüsse passen. Für vernetzte Geräte prüfen Sie, ob sie mit Ihrem WLAN, Smartphone oder bereits genutzten Smart-Home-System zusammenarbeiten.
Verbrauch und Kosten vergleichen
Bei Geräten mit EU-Energielabel vergleichen Sie neben der Effizienzklasse auch die konkreten Verbrauchswerte. Das Label reicht bei den erfassten Produktgruppen von A bis G. Je nach Gerät zeigt es zusätzlich Angaben wie Fassungsvermögen oder Lautstärke. Der QR-Code führt zu EPREL, der EU-Datenbank mit Produktinformationen zu Geräten mit EU-Energielabel. Die Übersicht zu den Energielabels erklärt, welche Angaben die Labels je nach Produkt enthalten.
Berechnen Sie die Betriebskosten anhand Ihres Strompreises und der erwarteten Nutzung. Bei Waschmaschinen und Geschirrspülern vergleichen Sie auch den Wasserverbrauch. Der Kostenrechner der Verbraucherzentrale bezieht den Kaufpreis und den jährlichen Stromverbrauch laut Label ein. Außerdem berücksichtigt er Ihren Strompreis. Reparaturen, Installation und Zubehör müssen Sie zusätzlich einplanen.
Bei Geschirrspülern steht auf dem Label der Stromverbrauch in Kilowattstunden pro 100 Eco-Programmdurchläufe. Ein Eco-Programm ist ein festgelegtes Energiesparprogramm. Es kann länger laufen als ein Kurzprogramm. Das Umweltbundesamt vergleicht beispielhaft ein Gerät der Klasse A mit rund 54 Kilowattstunden und eines der Klasse G mit rund 95 Kilowattstunden pro 100 Eco-Durchläufe. Die tatsächlichen Stromkosten hängen davon ab, wie oft Sie spülen und welchen Strompreis Sie zahlen. Hinweise zu Kapazität, Lautstärke und Programmen finden Sie in der Kaufberatung zur Spülmaschine.
Kriterien nach Gerätegruppe wählen
| Gerätegruppe | Worauf Sie beim Vergleich achten | Was Sie vorher prüfen |
|---|---|---|
| Kühl- und Gefriergeräte | Nutzinhalt, Jahresverbrauch, Geräuschpegel und Aufteilung zwischen Kühl- und Gefrierraum | Stellfläche, Einbaumaße und vorhandenes Gefriergerät |
| Waschmaschinen und Trockner | Kapazität, Verbrauchswerte und verfügbare Reparatur- und Ersatzteile | Platz, Anschlüsse und vorhandene Möglichkeit zum Trocknen |
| Fernseher, Audio und Gaming | Bild- oder Tonanforderungen, passende Anschlüsse und Zusammenarbeit mit Zuspielern oder Spielekonsole | Vorhandene Geräte, Kabel und Platz am vorgesehenen Standort |
| Computer und Tablets | Leistung für die geplanten Aufgaben, Anschlüsse, Akkulaufzeit und Betriebssystem | Zubehör, Programme und vorhandene Geräte, mit denen Daten geteilt werden |
| Smartphones | Akkulaufzeit, Reparierbarkeit, Schutz vor Staub und Wasser sowie Software-Updates | Ladegeräte, Anschlüsse und benötigte Apps |
| Smart-Home-Geräte | Kompatibilität, Bedienung, Datenschutz und Software-Updates | Router, Steuerzentrale und bereits genutzte Geräte |
Vergleichen Sie bei Kühlschränken den benötigten Nutzinhalt mit den tatsächlichen Verbrauchswerten. Empfehlungen zum Volumen für kleine Haushalte fallen unterschiedlich aus, deshalb gibt es keine passende Literzahl für alle. Einkaufsgewohnheiten, Kochalltag und ein separates Gefriergerät verändern den Bedarf. In der Kaufberatung zum Kühlschrank erfahren Sie, wie Sie Größe und Verbrauch gemeinsam beurteilen.
Bei Smartphones und Tablets gelten seit dem 20. Juni 2025 neue EU-Vorgaben, etwa zu Haltbarkeit und Reparierbarkeit, sowie Anforderungen an das Energielabel. Das Label enthält unter anderem Angaben zur standardisierten Akkulaufzeit und Reparierbarkeit. Solche Testwerte erleichtern den Vergleich, bilden die Nutzung im Alltag aber nicht vollständig ab: Bildschirmhelligkeit, Apps und Mobilfunkempfang beeinflussen die tatsächliche Laufzeit. Die EU-Kommission erklärt die Angaben für Smartphones und Tablets.
Altgeräte nicht vorschnell ersetzen
Ein sparsameres Neugerät verbraucht im Betrieb weniger Strom, doch ein vorzeitiger Austausch lohnt sich nicht automatisch. In einer Vergleichsrechnung über zehn Jahre kam das Umweltbundesamt zu dem Ergebnis, dass die längere Nutzung bei durchschnittlichem privatem Gebrauch meist finanziell und ökologisch vorteilhaft ist. Bei sehr häufiger Nutzung und einem besonders ineffizienten Altgerät kann ein Wechsel anders ausfallen. Die UBA-Auswertung zur Nutzungsdauer von Haushaltsgeräten zeigt, warum der konkrete Verbrauch und die Nutzung entscheidend sind.
Fragen Sie bei einem defekten Gerät, was die Reparatur und nötige Ersatzteile kosten. Vergleichen Sie die Kosten mit dem Stromverbrauch des Altgeräts und dem eines passenden Ersatzmodells. Welche Entscheidung für Ihren Haushalt günstiger ist, hängt vom Verbrauch der Geräte und den Annahmen im Vergleich ab; die finanziellen und ökologischen Ergebnisse können auseinanderliegen.
Kompatibilität und Herstellerangaben prüfen
Bei vernetzten Geräten zählt, ob sie mit der vorhandenen Ausstattung funktionieren. Ein Smart-Home-Gerät muss etwa zu den bereits eingesetzten Steuerungen passen. Manche Produkte lassen sich mit Geräten anderer Anbieter verbinden, andere arbeiten nur innerhalb eines bestimmten Systems. Prüfen Sie außerdem, welche Daten eine App erhebt und wie lange der Hersteller Software-Updates bereitstellt. Die Verbraucherzentrale erläutert in ihren Hinweisen zu Smart Home auch, warum sich pauschale Angaben zu möglichen Energieeinsparungen nicht auf jeden Haushalt übertragen lassen.
Lesen Sie die technischen Angaben für genau die Modellvariante, die Sie vergleichen. Testwerte gelten unter festgelegten Bedingungen und entsprechen nicht automatisch dem Verbrauch oder der Laufzeit im eigenen Haushalt. Für gelabelte Geräte können Sie Angaben mit der EU-Produktdatenbank EPREL abgleichen. Zu Funktionen, Reparierbarkeit und Bedienung helfen außerdem die vollständigen Angaben des Herstellers und unabhängige Produkttests.























