Legen Sie zuerst fest, auf welchem Gerät Sie spielen und welche Titel Sie nutzen. Vergleichen Sie danach Verbindung, Handgefühl, Stromversorgung und Zusatzfunktionen.

Controller-Kompatibilität prüfen

Ob ein Controller funktioniert, hängt oft von der Konsolengeneration und vom einzelnen Spiel ab. Auf einer PS5 funktioniert der DUALSHOCK 4 zum Beispiel mit unterstützten PS4-Spielen, aber nicht als allgemeiner Controller für PS5-Spiele. Sony nennt den DualSense als Controller für PS5-Spiele. Prüfen Sie die Einschränkungen in Sonys Angaben zur Abwärtskompatibilität auf PS5.

Auch bei Nintendo müssen Sie zwischen Switch und Switch 2 unterscheiden. Der ursprüngliche Switch-Pro-Controller lässt sich drahtlos mit Switch 2 verwenden, kann dort aber den Ruhemodus nicht über die HOME-Taste beenden. Switch-2-Controller funktionieren umgekehrt nicht mit der ursprünglichen Switch. Die Kompatibilitätsübersicht für Switch-Zubehör nennt weitere Einschränkungen.

Auch wenn sich der Controller mit dem PC verbindet, heißt das noch nicht, dass das Spiel ihn unterstützt. Sony empfiehlt, bei Steam zu prüfen, ob ein Spiel den Controller vollständig oder nur teilweise unterstützt. Steam Input hilft bei der Einbindung mehrerer Controllerarten, darunter PlayStation-, Xbox- und Switch-Pro-Controller. Es garantiert aber nicht, dass jedes Gamepad in jedem Spiel gleich funktioniert. Prüfen Sie deshalb die Angaben zur PC-Unterstützung von PlayStation und die Controllerhinweise des jeweiligen Spiels.

Verbindung und Funktionen abgleichen

Sie verbinden einen Controller per Kabel, Bluetooth oder mit einem eigenen Funkempfänger. Kabelbetrieb eignet sich, wenn Sie am Schreibtisch spielen oder den Akku beim Spielen laden möchten. Prüfen Sie, ob ein passendes Kabel beiliegt und Daten übertragen kann. Manche Kabel laden nur.

Bluetooth ist praktisch für Mobilgeräte und den Wechsel zwischen Geräten. Es ersetzt aber nicht die Prüfung von Betriebssystem und Spiel. Beim DualSense hängen Funktionen wie haptisches Feedback, also fein abgestimmte Vibrationen, von Spiel, Gerät und Verbindung ab. Sony nennt für bestimmte PC-Spiele eine USB-Verbindung als Voraussetzung für haptisches Feedback; auf Mac und Mobilgeräten steht diese Funktion laut Hersteller nicht zur Verfügung. Auch adaptive Trigger, deren Widerstand sich je nach Spielsituation verändert, werden nicht auf allen Geräten unterstützt. Details finden Sie in Sonys Anleitung zur Verwendung des DualSense mit PC und Mobilgeräten.

Zahlen Sie nur für Zusatzfunktionen, die Sie tatsächlich nutzen. Bewegungssensoren sind für Spiele mit Neigesteuerung relevant. Analoge Trigger erfassen unterschiedlich starken Druck und passen etwa bei Beschleunigen oder Bremsen. Rücktasten auf der Rückseite des Controllers und frei belegbare Tasten helfen, wenn Sie die Bedienung anpassen möchten. Ein Headset-Anschluss oder Mikrofon bringt nur etwas, wenn die Funktion am eigenen Gerät und im gewünschten Spiel unterstützt wird.

Handgefühl und Stromversorgung

Ob ein Controller gut in Ihrer Hand liegt, hängt von seiner Größe und seinem Gewicht ab. Auch die Position der Steuerknüppel und die Anordnung der Tasten spielen dabei eine Rolle. Wenn möglich, probieren Sie das Gerät vor dem Kauf aus. Achten Sie darauf, ob Sie Steuerkreuz, Schultertasten und Zusatzknöpfe bequem erreichen. Auch die Beschriftung zählt: Abweichende Tastenzeichen können beim Wechsel zwischen Konsolen zunächst verwirren.

Controller werden unterschiedlich mit Strom versorgt. Der aktuelle Xbox Wireless Controller nutzt AA-Batterien. Microsoft nennt eine Laufzeit von bis zu 40 Stunden, abhängig unter anderem von Zubehör und Nutzung. Für den Nintendo Switch Pro Controller gibt Nintendo ungefähr 40 Stunden an; Software und verwendete Funktionen beeinflussen die tatsächliche Laufzeit. Da die Hersteller ihre Werte nicht mit derselben Vergleichsmessung ermittelt haben, lassen sich daraus keine Ranglisten ableiten. Die Angaben stehen auf den Produktseiten von Xbox und Nintendo.

Wenn Sie austauschbare Batterien bevorzugen, ist ein Controller mit AA-Betrieb eine passende Wahl. Bei einem eingebauten Akku sollten Sie prüfen, wie er geladen wird und ob Sie während des Ladens weiterspielen können. Bei längeren Spielsitzungen zählt außerdem, ob ein Ladekabel für den gewünschten Sitzabstand lang genug ist.

Typische Fehlkäufe vermeiden

Eine allgemeine Angabe zur Kompatibilität führt oft in die Irre. „Für PC“ bedeutet nicht automatisch, dass ein Controller an einer Xbox funktioniert. Bluetooth-Unterstützung sagt ebenfalls nichts darüber aus, ob das konkrete Spiel alle Tasten erkennt. Gleichen Sie vor dem Kauf immer das genaue Controller-Modell, die Plattform und das Spiel ab.

Seien Sie auch bei Werbeversprechen zu Sticks vorsichtig. Hall-Effekt-Sticks erfassen die Position mithilfe von Magnetfeldsensoren statt durch mechanisch aufeinander gleitende Kontakte. Das beschreibt eine andere Messmethode, belegt aber keine bestimmte Lebensdauer. Aussagen wie „driftfrei“ sind keine Garantie dafür, dass ein Controller niemals Fehlmessungen oder andere Defekte entwickelt. Betrachten Sie diese Technik als mögliches Kaufkriterium, nicht als Beleg für eine bestimmte Lebensdauer.

Bei Spielen mit Bewegungssteuerung oder besonderen Controlleranforderungen zählt die Kompatibilität des Spiels. Nintendo weist zum Beispiel darauf hin, dass Nintendo Switch Sports bestimmte Joy-Con-Varianten nutzt und die Pro Controller nicht unterstützt. Lesen Sie daher vorab die Spielbeschreibung oder die Herstellerhinweise, statt sich allein auf die Kompatibilität mit der Konsole zu verlassen.