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Spielmodus am Fernseher richtig einstellen

Reagiert Ihre Spielfigur verzögert auf Controller-Eingaben, aktivieren Sie den Spielmodus. Er verringert die Bildverarbeitung und damit die Eingabeverzögerung – die Zeit bis zur sichtbaren Reaktion auf dem Bildschirm.

Schalten Sie anschließend vor allem die Bewegungsinterpolation aus. Andere Bildverbesserungen müssen Sie nicht pauschal deaktivieren: Ihre Wirkung auf die Verzögerung hängt vom Fernseher und vom Bildsignal ab.

Spielmodus am Fernseher aktivieren

Prüfen Sie zuerst den HDMI-Eingang und die verfügbaren Einstellungen. Aktivieren Sie dann den Spielmodus und testen Sie die Steuerung im Spiel. Menüs und Funktionen unterscheiden sich je nach Fernseher und angeschlossenem Gerät. Nutzen Sie bei Bedarf die Anleitung für die manuelle Einstellung.

  1. Konsole oder PC per HDMI anschließen. Wählen Sie am Fernseher den HDMI-Eingang, an dem das Gerät angeschlossen ist. Einige Fernseher benötigen für bestimmte HDMI-Funktionen eine zusätzliche Einstellung am jeweiligen Eingang.

  2. Spielmodus im Bildmenü suchen. Je nach Marke heißt die Einstellung „Spiel“, „Game Mode“ oder „Game Optimizer“. Auch die Menüführung hängt von Modell und Software ab. Bei manchen Sony-Fernsehern führt der Weg über Einstellungen → Anzeige & Audio → Bild → Bild-Modus → Spiel. Bei unterstützten LG-Modellen finden Sie den Game Optimizer unter Alle Einstellungen → Allgemein. Nutzen Sie bei abweichenden Menüs die Anleitung Ihres Fernsehers.

  3. Automatischen Wechsel einschalten, falls verfügbar. ALLM steht für „Auto Low Latency Mode“. Damit kann eine kompatible Konsole oder ein kompatibler PC dem Fernseher mitteilen, dass er einen Modus mit geringer Verzögerung aktivieren soll. Schalten Sie ALLM auf „Automatisch“, sofern Fernseher und angeschlossenes Gerät die Funktion unterstützen. Andernfalls wählen Sie den Spielmodus manuell.

  4. Prüfen, ob der Spielmodus aktiv ist. Starten Sie ein Spiel und öffnen Sie bei Bedarf erneut das Bildmenü. Manche Fernseher wechseln automatisch in den Spielmodus, andere behalten die vorherige Bildeinstellung bei. Der automatische Wechsel kann auch vom angeschlossenen Gerät abhängen.

  5. Bewegungsglättung ausschalten. Suchen Sie nach „TruMotion“, „Motionflow“, „Bewegungsinterpolation“, „Judder Reduction“ oder „Bewegungsglättung“ und stellen Sie die Funktion auf „Aus“. Einige Fernseher schalten die Funktion im Spielmodus aus. Sie berechnet zusätzliche Zwischenbilder und kann dadurch die Eingabeverzögerung erhöhen.

  6. Mit einem vertrauten Spiel testen. Achten Sie bei einem schnellen Spiel darauf, wie direkt die Steuerung reagiert. Prüfen Sie bei einem dunklen Spiel, ob Sie wichtige Details in Schatten erkennen. Ändern Sie weitere Bildeinstellungen einzeln, damit Sie den Unterschied beurteilen können.

Bewegungsinterpolation und Bildverbesserungen

Wenn Ihnen eine direkte Steuerung wichtig ist, schalten Sie zuerst die Bewegungsinterpolation aus. Bei manchen Fernsehern lässt sie sich nur außerhalb des Spielmodus nutzen. Dann müssen Sie zwischen einer geglätteten Bewegung und geringerer Eingabeverzögerung wählen.

Rauschunterdrückung und MPEG-Rauschfilter können Sie bei einem sauberen Konsolensignal zunächst ausschalten. Diese Filter entfernen Bildrauschen, sind aber nicht generell als Ursache für spürbare Verzögerungen belegt. Falls das Bild dadurch schlechter aussieht, probieren Sie die Einstellung wieder aus.

Stellen Sie die Schärfe nicht unnötig hoch. Wenn Sie die Schärfe zu hoch einstellen, entstehen möglicherweise künstliche Konturen oder helle Säume. Dynamischen Kontrast und ähnliche Bildverbesserer sollten Sie ebenfalls nur dann reduzieren, wenn das Bild dadurch unnatürlich wirkt. Wie stark sie die Eingabeverzögerung beeinflussen, hängt vom Fernseher ab.

HDR, VRR und Local Dimming müssen Sie nicht pauschal abschalten. VRR, also die variable Bildwiederholrate, passt die Bildwiederholrate des Fernsehers an das Spielgerät an und kann Bildzerreißen verringern. Lassen Sie solche Funktionen zunächst aktiviert und ändern Sie sie nur, wenn Sie ein konkretes Bildproblem feststellen.

Wenn Sie ein flüssigeres Bild bevorzugen

Bei manchen Spielen mit niedriger Bildrate kann Bewegungsinterpolation das Bild subjektiv glätten; dafür nehmen Sie möglicherweise eine höhere Eingabeverzögerung in Kauf. Wie die Funktion mit dem Spielmodus zusammenspielt, hängt vom Fernseher ab. LG beschreibt für bestimmte Xbox-Situationen beispielsweise eine Nutzung von TruMotion außerhalb des Spielmodus, bei ausgeschaltetem ALLM.

Wenn die Steuerung wichtiger ist als die zusätzliche Glättung, lassen Sie die Bewegungsinterpolation ausgeschaltet. Wenn Sie ein langsameres Spiel spielen und die glattere Darstellung bevorzugen, vergleichen Sie beide Einstellungen direkt im Spiel.

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