Entmagnetisieren ist nur bei älteren Fernsehern mit Bildröhre sinnvoll, also bei Geräten mit Kathodenstrahlröhre (CRT). Ein äußeres Magnetfeld kann bei solchen Röhrenfernsehern die Farbdarstellung stören und zu ungleichmäßigen Verfärbungen im Bild führen. Moderne Flachbildschirme mit LCD-, LED- oder Plasma-Technik enthalten keine Bildröhre und benötigen deshalb keine Entmagnetisierung. Wenn Ihr Fernseher ein Flachbildschirm ist, ist dieser Artikel nicht die passende Anleitung für Ihr Gerät.
Woran Sie eine Magnetisierung erkennen
Bei einem Röhrenfernseher zeigt sich eine Magnetisierung meist als farblich ungleichmäßige Bereiche im Bild. Ecken oder Ränder können etwa rötlich, grünlich oder bläulich verfärbt sein. Nicht jede Bildstörung ist jedoch eine Magnetisierung. Wellige oder springende Bilder können auch andere Ursachen haben, etwa elektrische Störquellen oder Signalprobleme. Prüfen Sie daher zuerst, ob wirklich eine Farbunreinheit vorliegt, bevor Sie Maßnahmen ergreifen.
Mögliche Auslöser: Magnetische Geräte in der Nähe
Häufige Auslöser sind Lautsprecher, andere Geräte mit Magneten oder magnetische Gegenstände in unmittelbarer Nähe des Fernsehers. Auch das Bewegen des eingeschalteten Geräts kann bei manchen Röhrenmodellen Farbstörungen verursachen. Entfernen Sie zuerst alle magnetischen Gegenstände aus der Umgebung des Fernsehers und prüfen Sie das Bild erneut. In vielen Fällen reicht dieser Schritt bereits aus, um die Verfärbung zu beheben.
Die eingebaute Entmagnetisierung nutzen
Die meisten Röhrenfernseher haben eine eingebaute Entmagnetisierungsschleife. Sie wird beim Einschalten automatisch aktiviert. Beim Start hören Sie dann ein kurzes, dumpfes Geräusch, das von dieser Schleife stammt. Manche Geräte bieten zusätzlich eine manuelle Auslösung über eine Taste oder ein Menü, etwa eine DEGAUSS-Funktion.
Schalten Sie das Gerät für die automatische Entmagnetisierung vollständig aus, am besten über den Netzschalter und nicht nur mit der Fernbedienung. Warten Sie dann eine Weile, bevor Sie es wieder einschalten. Wie lange Sie warten sollten, hängt vom Gerät ab. In Herstellerunterlagen für einzelne Röhrenmonitore finden sich Angaben von mindestens 20 Minuten bis zu mehr als 30 Minuten zwischen zwei Entmagnetisierungszyklen. Eine allgemeingültige Wartezeit für alle Fernseher gibt es nicht. Schlagen Sie daher in der Bedienungsanleitung Ihres Geräts nach, welche Angabe dort steht.
Wenn die Verfärbung bleibt
Bleibt die Farbstörung nach der Entmagnetisierung bestehen, wiederholen Sie den Vorgang nicht endlos. Eine wiederholte Entmagnetisierung behebt nicht jede Störung. Möglicherweise liegt eine andere Ursache vor, etwa ein Kabel- oder Signalproblem oder ein Defekt im Gerät. In diesem Fall sollten Sie die weiteren möglichen Ursachen prüfen lassen oder einen qualifizierten Service kontaktieren. Eine sichere Selbstdiagnose eines internen Defekts ist ohne Fachkenntnis nicht möglich.
Sicherheitsgrenze: Keine Reparaturen am geöffneten Gerät
Öffnen Sie den Fernseher nicht und versuchen Sie keine internen Reparaturen. In Röhrengeräten können auch nach dem Ausschalten gefährliche Spannungen anliegen. Die Entmagnetisierung über die eingebaute Funktion ist der sichere Weg. Externe Entmagnetisierungsspulen, wie sie in Werkstätten verwendet werden, sind für Fachpersonal gedacht und keine Anleitung für den Hausgebrauch. Wenn Ihr Gerät keine eingebaute Entmagnetisierung besitzt oder die Funktion nicht greift, wenden Sie sich an den Hersteller oder einen Fachbetrieb.