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Fernseher Datenbank: Was sie ist und wie Sie sie nutzen

Der Begriff "Fernseher Datenbank" steht für zwei verschiedene Dinge: eine Sammlung technischer Daten zu Fernsehgeräten und eine Datenbank mit Fernsehprogramminformationen, die auch als EPG (Electronic Program Guide) bezeichnet wird. Dieser Artikel erklärt beide Bedeutungen, zeigt, wie Sie Programmdaten technisch nutzen können, und hilft bei der Fehlermeldung "Datenbank leer" auf dem Fernsehbildschirm.

Zwei Bedeutungen: Gerätedaten und Programmdaten

Eine TV-Datenbank kann zum einen Datenblätter zu Fernsehmodellen enthalten: Bildschirmgröße, Auflösung, Anschlüsse und weitere technische Angaben. Solche Sammlungen helfen beim Vergleich von Geräten, bevor man sich für ein Modell entscheidet.

Zum anderen bezeichnet "Fernseher Datenbank" die elektronische Programmzeitschrift. Diese Datenbank enthält die Senderliste und die Programminformationen für die kommenden Tage. Fernseher und Receiver laden diese Daten regelmäßig, um die Programmübersicht im Menü anzuzeigen.

EPG-Daten beziehen: Die wichtigsten Wege

Wer Programmdaten nicht nur auf dem Fernseher ansehen, sondern technisch nutzen möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Im Netz bieten zahlreiche Betreiber EPG-Daten an. Eine Suche nach dem gewünschten Format, etwa XML, führt zu entsprechenden Anbietern. XML ist ein verbreitetes Austauschformat, in dem Programmdaten strukturiert abgelegt sind.

Wer die Daten direkt und regelmäßig empfangen möchte, kann eine TV-Karte in einen Server einbauen. Die Karte muss zur jeweiligen Empfangstechnik passen: Für Kabelfernsehen wird eine DVB-C-Karte benötigt, für Satellitenempfang eine DVB-S-Karte. Mit der Software TvHeadend lassen sich die empfangenen Programmdaten auslesen. TvHeadend stellt eine API bereit, über die sich die Daten abfragen lassen. Eine API ist eine programmierte Schnittstelle, über die andere Programme auf die Daten zugreifen können.

Wer Fernsehsender auf einer eigenen Website einbinden möchte, sucht eher nach einer JavaScript-Lösung. Damit lassen sich Senderlisten oder Programmübersichten in Webseiten integrieren.

Wenn der Fernseher "Datenbank leer" meldet

Ein verbreitetes Problem: Der Fernseher zeigt die Meldung "Datenbank leer" an, obwohl der Empfänger ausgeschaltet ist. In einem Fall aus einem Fachforum lief der zweite Fernseher im Haushalt einwandfrei, während das betroffene Gerät keine Senderdaten fand.

Die Ursache war kein defekter Empfänger, sondern ein Verbindungsproblem. Durch das Verschieben des Geräts hatten sich die Datenein- und -ausgänge gelockert. Die Lösung bestand in einem Zurücksetzen des Fernsehers in drei Schritten. Danach funktionierte das Gerät wieder.

Was Sie in einem solchen Fall tun können:

  • Prüfen Sie zuerst die Kabelverbindungen zwischen Fernseher, Receiver und Antennendose.
  • Setzen Sie den Fernseher zurück. Oft hilft ein Werksreset in mehreren Stufen.
  • Kontaktieren Sie den Hersteller, wenn das Problem weiterhin besteht. Geben Sie dabei Gerätetyp und Modell an.

Wie Sender ihre Archive digitalisieren

Auch die Fernsehanstalten selbst pflegen große Datenbanken. Viele ältere Sendungen existieren nur noch auf Videokassetten und müssen für die digitale Archivierung aufwendig konvertiert werden.

Das ZDF verarbeitet seit 1983 schrittweise alte Bänder. Das seit dem Sendebeginn 1963 gesammelte Filmmaterial wurde zunächst auf Digitalvideos übertragen, die nun ihrerseits konvertiert werden müssen. Im Jahr 2021 standen rund 600.000 Bänder zur Übertragung an. Die alten VTR-Bänder sind beschädigt und zerfallen nach und nach, während Digitalbänder durch Schmutz verstopft sind. Deshalb werden die Bänder vor dem Kopieren in Spezialreinigungsmaschinen behandelt. Im Projekt "Mass Recoding" arbeiten mehrere Mitarbeiter in Mainz an der Vervielfältigung. Für die Kopiervorgänge stehen 22 Zuführlinien bereit, mit denen sich bis zu 300 Videobänder pro Tag verarbeiten lassen. Aus dem Digitalarchiv werden jährlich knapp 100.000 Dateien abgerufen, vom einzelnen Ausschnitt bis zur kompletten Sendung.

Der Bayerische Rundfunk (BR) konvertiert seit 2016 digitale Videokassetten und hat anschließend mit der digitalen Erfassung alter Filmbänder begonnen. Auch die Media Group RTL Germany hat ihr Filmmaterial beim Umzug 2010/2011 in das digitalisierte Funkhaus in Köln-Deutz schrittweise aufbereitet.

Die Digitalisierung dient zwei Zwecken: der Erhaltung der bestehenden Programme und der Wiederverwendung von altem Material für aktuelle Sendungen. Historische Aufnahmen, etwa vom Fall der Berliner Mauer, werden so für neue Produktionen verfügbar. Klassiker wie "Wetten, dass…", die "Schwarzwaldklinik" oder "Monaco Franze" bleiben auf diese Weise erhalten.

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