Ein Fernseher mit 90 cm Bildschirmdiagonale entspricht umgerechnet rund 35,4 Zoll. Die Diagonale wird von einer Ecke der sichtbaren Bildfläche zur gegenüberliegenden Ecke gemessen. Sie allein sagt aber nicht, wie breit das Gerät tatsächlich ist: Gehäuserahmen und Standfuß kommen je nach Modell hinzu.
Was 90 cm Bildschirmdiagonale bedeutet
Die Umrechnung von Zoll in Zentimeter ist einfach: 1 Zoll entspricht 2,54 cm. Eine Diagonale von 90 cm ergibt also etwa 35,4 Zoll. Hersteller geben die Bildschirmgröße fast immer in Zoll an, daher lohnt sich der Blick auf die Umrechnung, wenn Sie ein bestimmtes Maß im Kopf haben.
So groß ist die sichtbare Bildfläche
Bei einem Seitenverhältnis von 16:9, das bei heutigen Fernsehern üblich ist, misst die sichtbare Bildfläche bei 90 cm Diagonale ungefähr 78,4 cm in der Breite und 44,1 cm in der Höhe. Diese Maße beschreiben nur die Bildfläche, nicht das ganze Gerät. Für die Frage, ob ein Fernseher in ein Regalfach oder auf ein Möbelstück passt, brauchen Sie die Außenmaße des konkreten Modells.
Der passende Sitzabstand hängt von der Signalqualität ab
Der empfohlene Sitzabstand richtet sich nach der Signalqualität und der Auflösung. Die Verbraucherzentrale nennt für benachbarte Bildschirmgrößen unterschiedliche Werte: Bei 81 cm Diagonale (32 Zoll) empfiehlt sie für HDTV-Empfang einen Abstand von 1,20 bis 1,60 m, bei 94 cm (37 Zoll) von 1,40 bis 1,80 m. Bei SDTV-Empfang fallen die Abstände deutlich größer aus: 2,00 bis 2,40 m bei 81 cm und 2,30 bis 2,70 m bei 94 cm.
Eine eigene Stufe für genau 90 cm führt die Tabelle nicht. Die Werte für 81 und 94 cm geben Ihnen aber eine Orientierung, wo ein 90-cm-Gerät einzuordnen ist. Je schärfer das Bild, desto näher dürfen Sie sitzen beziehungsweise desto größer darf der Fernseher bei gleichem Abstand sein. Neben Diagonale und Abstand spielen auch Auflösung, Lichtverhältnisse und der Blickwinkel am Aufstellungsort eine Rolle.
Passt das Gerät an den vorgesehenen Platz?
Messen Sie den Abstand der Sitzposition zum geplanten Fernsehplatz aus und vergleichen Sie die Außenmaße des konkreten Geräts mit dem verfügbaren Platz. Die Bildschirmdiagonale allein genügt dafür nicht, weil Rahmen und Standfuß die tatsächliche Breite und Tiefe bestimmen. Auch die Standfläche sollte fest und gesichert sein.
Das Energielabel als neutrale Kaufhilfe
Für Fernseher gilt in der EU die Energieeffizienzskala von A bis G. Das Energielabel nennt unter anderem den Energieverbrauch, die Auflösung und die Bildschirmdiagonale. Die Europäische Produktdatenbank EPREL bietet zusätzliche modellbezogene Angaben. Damit können Sie bei einem konkreten Gerät die Effizienz prüfen, ohne sich auf Herstellerwerbung verlassen zu müssen. Die Skala A bis G gilt für Fernseher seit dem 1. März 2021; ältere Klassen wie A++ oder A+++ sind für diese Geräte nicht mehr aktuell.