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DVB-T2-Umstellung: Was Sie jetzt tun müssen

Die Umstellung von DVB-T auf DVB-T2 HD betrifft alle, die Fernsehen über eine Zimmer- oder Dachantenne empfangen. In den meisten Regionen Deutschlands ist die Umstellung bereits abgeschlossen. Mit einem passenden Gerät empfangen Sie die Programme in HD-Qualität. An vier Standorten wurde das Antennenfernsehen jedoch ersatzlos abgeschaltet. Dort empfangen Sie über die Antenne keine Sender mehr und müssen auf andere Empfangswege umsteigen.

Wo DVB-T abgeschaltet wurde

An vier Senderstandorten wurde DVB-T abgeschaltet, ohne dass ein Nachfolgestandard ausgestrahlt wird: Sonneberg und Saalfeld in Thüringen, Angelburg in Hessen und Hesselberg in Bayern. Das betrifft nicht nur ländliche Gegenden. Auch Städte wie Marburg, Wetzlar, Gießen, Dillenburg, Ansbach, Saalfeld und Rudolstadt liegen in diesen Gebieten. Wer dort wohnt und bisher über Antenne fernsieht, verliert diesen Empfangsweg.

Bereits in einer früheren Umstellungswelle hatten MDR und SWR DVB-T an weiteren Standorten beendet, etwa an den Sendern Schneck und Dequede. Diesmal sind jedoch größere Städte betroffen.

Was DVB-T2 HD bedeutet

In den Regionen, in denen DVB-T durch DVB-T2 HD ersetzt wurde, brauchen Sie einen Empfänger, der diesen Standard unterstützt. Ältere DVB-T-Geräte empfangen die neuen Signale nicht, weil DVB-T2 HD eine andere Kompression nutzt. Nur Geräte mit passendem Decoder zeigen die Programme.

Die Studie Video Trends 2023 der Medienanstalten zeigt, wie verbreitet der Empfang inzwischen ist: 15 Prozent der deutschen Haushalte sehen fern über DVB-T2 HD. Das ist ein Anstieg von 37 Prozent seit 2019. Vor allem über PC, Laptop und mobile Geräte wächst die Nutzung, während der Empfang über klassische Fernsehgeräte stabil bleibt.

So prüfen Sie Ihren Empfang

Zuerst sollten Sie klären, welcher Senderstandort Ihre Region versorgt. Liegt Ihr Wohnort im Einzugsgebiet von Sonneberg, Saalfeld, Angelburg oder Hesselberg, hilft kein Sendersuchlauf, weil dort kein Signal mehr ausgestrahlt wird. In allen anderen Regionen prüfen Sie, ob Ihr Fernseher oder Receiver DVB-T2 HD unterstützt. Das steht in der Bedienungsanleitung oder auf dem Typenschild. Bei älteren Geräten fehlt oft der nötige Decoder.

Wenn Ihr Gerät kompatibel ist, machen Sie einen Sendersuchlauf. Die Programme werden dabei neu einsortiert und erscheinen anschließend unter neuen Positionen. Prüfen Sie auch die Ausrichtung Ihrer Antenne. DVB-T2-HD-Signale kommen aus anderen Richtungen als das alte DVB-T-Signal. Eine falsch ausgerichtete Antenne liefert kein Bild.

Ihre Alternativen zum Antennenfernsehen

In den abgeschalteten Gebieten bleibt nur der Wechsel auf einen anderen Empfangsweg. Kabel, Satellit und Internetfernsehen sind die üblichen Optionen. Welche sich lohnt, hängt von Ihrem Haushalt ab. Satellitenempfang erfordert eine Schüssel. Kabelfernsehen setzt einen Anschluss voraus, und wer über das Internet fernsehen will, braucht eine stabile Verbindung mit ausreichender Bandbreite.

Für Mieter gibt es seit Juli 2024 eine neue Möglichkeit. Das Nebenkostenprivileg wurde abgeschafft. Es erlaubte, Kabelgebühren über die Nebenkosten abzurechnen. Mieter können jetzt selbst entscheiden, ob sie einen Kabelanschluss behalten oder auf Satellit oder Internet umsteigen. Das eröffnet auch Haushalten, die bisher über Kabel empfangen haben, neue Optionen.

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