Prüfen Sie vor dem Kauf den Ausleihdienst, das genaue Gerätemodell und dessen Softwareversion. So stellen Sie sicher, dass der Reader Ihre Bücher öffnet und PDFs auf dem kleinen Bildschirm gut lesbar sind.

Woher kommen Ihre Bücher?

Wenn Sie fast ausschließlich bei Amazon kaufen, passt ein Kindle möglicherweise gut zu Ihnen. Mit Send to Kindle können Sie persönliche EPUB-Dateien übertragen, wenn sie nicht kopiergeschützt sind. Er ermöglicht nicht automatisch das Öffnen kopiergeschützter Bibliotheksbücher, wie Stiftung Warentest zum Kindle und zur Onleihe erläutert.

Wenn Sie Dateien aus verschiedenen Quellen lesen möchten, prüfen Sie sowohl ihr Format als auch, ob sie kopiergeschützt sind. Kobo unterstützt laut Hersteller unter anderem EPUB und PDF. Bei bestimmten kopiergeschützten Dateien ist jedoch eine Übertragung über Adobe Digital Editions nötig. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass die Dateien mit der deutschen Onleihe funktionieren.

Onleihe vor dem Kauf prüfen

Wenn Sie Bücher direkt aus der Onleihe lesen möchten, prüfen Sie die Kompatibilität des genauen Modells und seiner Softwareversion, denn sie hängt nicht allein von der Marke ab. Die Kompatibilitätsliste der Onleihe 3 nennt für bestimmte Tolino-Modelle die Softwareversion 5.15.253009 als Voraussetzung. Auch für PocketBook gibt sie die Softwareversion an, die für den direkten Zugang nötig ist. Bei einzelnen PocketBook-Geräten spielt außerdem der vorinstallierte Buchshop eine Rolle.

Ein Beispiel ist der tolino shine der fünften Generation: Tolino nennt ein 6-Zoll-Schwarz-Weiß-Display mit einer Auflösung von 300 Bildpunkten pro Zoll (ppi), 16 GB Speicher und ein Gewicht von 173 Gramm. Der Hersteller gibt die Onleihe-Kompatibilität an; für den direkten Zugang zählt trotzdem der von der Onleihe verlangte Softwarestand. Prüfen Sie auch, welche Onleihe-Version Ihre Bibliothek verwendet.

Die Onleihe 3 bietet keine aktive Unterstützung für Kobo-Reader und garantiert nicht, dass sie funktionieren. Auch wenn ein anderer Reader Hörbücher abspielt oder EPUB und PDF unterstützt, funktionieren Onleihe-Hörbücher, Magazine oder Zeitungen darauf nicht automatisch. Die Onleihe beschreibt diese Einschränkungen auf ihrer Seite zu kompatiblen E-Readern.

Farbe, Größe und Lesestoff

Für Romane reicht ein Schwarz-Weiß-Display vielen Lesern aus. Farbe lohnt sich vor allem, wenn Sie regelmäßig Comics, Kinderbücher oder andere farbige Inhalte lesen. Beim PocketBook Verse Pro Color nennt der Hersteller 300 ppi für Graustufen und 150 ppi für Farbe. Sehen Sie sich vertraute Inhalte auf dem Display in der gewünschten Darstellung an, bevor Sie sich entscheiden.

Auch das Dateiformat beeinflusst die passende Bildschirmgröße. EPUB passt den Text an das Display an. PDF behält dagegen feste Seitenumbrüche; Tabellen und kleine Schrift lassen sich deshalb auf einem kompakten Reader oft schwer lesen. Die Onleihe erklärt den Unterschied zwischen EPUB und PDF. Wenn Sie häufig Fachtexte oder PDFs lesen, prüfen Sie eine Beispielseite auf einem ähnlich großen Display, bevor Sie sich entscheiden.

Bedienung, Schutz und Akku

Beim Pendeln ist ein leichter, kompakter Reader praktisch. Bei längeren Lesesitzungen sind eine verstellbare Beleuchtung und Seitentasten möglicherweise angenehmer. Wer am Pool oder in der Badewanne liest, sollte die konkrete Schutzangabe des Modells prüfen. Eine Angabe zum Schutz vor Süßwasser sagt nichts über Salzwasser oder andere Flüssigkeiten aus.

Wenn Sie auf dem Reader schreiben oder Texte markieren möchten, prüfen Sie ausdrücklich, ob das Modell einen Stift unterstützt. Ein Touchscreen allein reicht nicht aus, um das Gerät als Notizbuch zu nutzen. Vergleichen Sie auch die Akkulaufzeit unter gleichen Bedingungen: Stiftung Warentest nennt für die getesteten Geräte eine Spanne von 13 bis 133 Stunden Lesezeit pro Ladung. Die tatsächliche Laufzeit hängt vom Modell und der Nutzung ab.