Je nachdem, ob Sie telefonieren, spielen, fotografieren, navigieren oder Sport treiben, sind andere Eigenschaften wichtig. Prüfen Sie neben Leistung und Akkulaufzeit auch Software-Updates und Kompatibilität. Berücksichtigen Sie außerdem Mobilfunkempfang und Reparierbarkeit. So geben Sie kein Geld für Funktionen aus, die Sie nicht nutzen, und vermeiden ein Gerät, das nicht zu Ihrem Alltag passt.
Nach der Nutzung auswählen
Die Verbraucherzentrale empfiehlt, vor dem Vergleich den eigenen Bedarf festzulegen. Für alltägliche Telefonate und Nachrichten sind einfache Bedienung, passende Größe, ausreichend Speicher und lange Updates wichtiger als Spitzenwerte bei Prozessor oder Bildschirm. Beim Spielen zählen dagegen Grafikleistung, Display und Kühlung stärker. Wer häufig fotografiert oder filmt, sollte Kameraaufnahmen in den eigenen Nutzungssituationen vergleichen und genügend Speicherplatz einplanen.
| Ihr Einsatz | Darauf sollten Sie achten |
|---|---|
| Telefonie und Alltag | Größe und Bedienung, Speicher, Akkulaufzeit, Sicherheitsupdates |
| Spiele | Prozessor- und Grafikleistung, Display, Kühlung, Akku |
| Fotos und Videos | Bildqualität bei den Motiven, die Sie aufnehmen, Speicher, Bildschirm und passende Apps |
| Navigation und Pendeln | Akkulaufzeit, Empfang an Ihren üblichen Orten, Ablesbarkeit und gegebenenfalls Offline-Karten |
| Lange Nutzung | Update-Zeitraum, Reparierbarkeit, Akkuhaltbarkeit und Schutz vor Stürzen und Wasser |
Die Megapixelzahl allein sagt wenig darüber aus, wie gut eine Kamera bei Dunkelheit, Bewegung oder Gegenlicht fotografiert. Wenn Ihnen Fotos wichtig sind, prüfen Sie Beispielaufnahmen aus genau solchen Situationen. Auch bei der Akkulaufzeit zählt mehr als die Kapazitätsangabe: Displayhelligkeit, Netzempfang und Nutzung beeinflussen, wie lange das Gerät mit einer Ladung läuft.
Vorhandene Geräte abgleichen
Notieren Sie vor dem Kauf das genaue Smartphone-Modell und seine Betriebssystemversion. Bei einer Smartwatch reicht die Aussage „kompatibel mit Android“ oder „kompatibel mit iOS“ nicht immer aus: Für einzelne Funktionen brauchen Sie ein bestimmtes Modell, eine bestimmte Softwareversion, eine App des Herstellers oder ein Nutzerkonto. Apples Kompatibilitätsangaben zur Apple Watch zeigen, dass die Anforderungen je nach Uhrenmodell variieren. Auch Samsung weist bei Galaxy-Watch-Funktionen auf zusätzliche Voraussetzungen hin.
Prüfen Sie gezielt, welche Funktionen die Uhr unterstützt. Dazu gehört, ob Sie Nachrichten beantworten, telefonieren, Musik steuern und Gesundheitsdaten ansehen können. Für Anrufe ohne verbundenes Smartphone braucht eine Uhr Mobilfunk und häufig eine eSIM. Eine eSIM ist eine digitale SIM-Karte, die im Gerät eingerichtet wird. Dafür müssen auch der Mobilfunkanbieter und der Tarif die Nutzung der Uhr unterstützen. Fragen Sie beim Anbieter nach, bevor Sie sich auf diese Funktion verlassen.
Prüfen Sie auch, ob Ihr vorhandenes Zubehör zum Gerät passt. Achten Sie auf Anschlüsse für Kopfhörer und Ladegeräte sowie auf passende Armbänder und Hüllen. Wenn Sie viele Fotos und Videos in hoher Qualität aufnehmen, planen Sie ausreichend Speicher ein. Bei einer Uhr lohnt sich ein Blick auf den Ladeanschluss und darauf, wie oft Sie das Gerät laden müssten.
Updates und Haltbarkeit vergleichen
Für Smartphones und bestimmte Tablets, die seit dem 20. Juni 2025 neu auf den EU-Markt kommen, gibt es ein Energielabel. Es zeigt unter anderem die standardisierte Laufzeit pro Ladung und die Akkuhaltbarkeit in Ladezyklen. Außerdem weist es Sturzfestigkeit und Reparierbarkeit sowie den Schutz gegen Wasser und Staub aus. Die Europäische Kommission erklärt das Energielabel und seine Vergleichswerte.
Die angegebene Laufzeit dient dem Vergleich unter einheitlichen Bedingungen. Im Alltag hängt sie unter anderem von Bildschirmhelligkeit, Apps und Empfang ab. Die Reparierbarkeitsklasse fasst mehrere Kriterien zusammen. Sie sagt nicht, wie viel eine konkrete Reparatur kostet. Für die erfassten Geräte schreiben die EU-Vorgaben mindestens 800 Ladezyklen vor. Danach muss der Akku noch 80 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität haben. Ersatzteile für wichtige Komponenten müssen sieben Jahre nach Ende des Verkaufs des jeweiligen Modells verfügbar sein; Betriebssystem-Upgrades sind mindestens fünf Jahre ab dem Zeitpunkt vorgesehen, an dem das letzte Exemplar des Modells auf den Markt gebracht wurde.
Achten Sie zusätzlich darauf, wie lange der Hersteller Sicherheitsupdates bereitstellt. Die Verbraucherzentrale empfiehlt mindestens fünf Jahre Sicherheitsupdates. Diese Empfehlung hat einen anderen Ausgangspunkt als die EU-Frist für Betriebssystem-Upgrades. Prüfen Sie deshalb für jedes Gerät, wie lange der Hersteller Updates bereitstellt und ab wann die Frist läuft.
Empfang am eigenen Ort prüfen
5G-Unterstützung im Smartphone reicht allein nicht für guten Empfang am Wohnort, im Büro oder auf dem Arbeitsweg. Die Verbindung hängt auch von den Gebäuden und dem Standort ab; Netzbetreiber und Auslastung spielen ebenfalls eine Rolle. Prüfen Sie in der Mobilfunkkarte der Bundesnetzagentur die Versorgung Ihres Anbieters an den Orten, an denen Sie das Gerät regelmäßig nutzen.
Die Karte bildet die Versorgung im Freien als Prognose für einzelne Flächen, sogenannte Rasterzellen, ab. Innerhalb einer Zelle kann der Empfang schwanken. Ein deutschlandweiter Flächenwert sagt nicht zuverlässig voraus, ob Sie in Ihrer Wohnung oder auf Ihrer Pendelstrecke Empfang haben.
Wearable nach Funktionen auswählen
Für Schrittzählung und einfache Trainingsaufzeichnung genügt häufig ein Fitness-Tracker oder eine einfache Smartwatch. Wenn Sie ohne Smartphone laufen oder Rad fahren möchten, prüfen Sie, ob die Uhr einen eigenen GPS-Empfänger besitzt. GPS bestimmt den Standort anhand von Satellitensignalen. Beim gekoppelten GPS nutzt die Uhr stattdessen den GPS-Empfänger des verbundenen Smartphones. Achten Sie auch darauf, wie sich aktiviertes GPS auf die Akkulaufzeit auswirkt.
Wenn Sie eine Uhr als Telefonersatz unterwegs nutzen möchten, vergleichen Sie Mobilfunkunterstützung, eSIM-Einrichtung und Anbieterbedingungen. Für Schlaf- oder Gesundheitsübersichten sollten Sie nachsehen, welche Messwerte die Uhr tatsächlich erfasst und ob sie auf Ihrem Smartphone verfügbar sind. Hersteller weisen häufig darauf hin, dass diese Funktionen keine medizinische Diagnose oder Behandlung ersetzen; Fitnessdaten ersetzen auch keine ärztliche Untersuchung.
Daten und App-Bedingungen prüfen
Smartwatches und Fitness-Tracker speichern Aktivitäts- oder Gesundheitsdaten oft in einer Smartphone-App oder einem Onlinedienst des Herstellers. Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Daten erfasst werden und wie lange sie gespeichert bleiben. Klären Sie außerdem, ob Sie die Daten ansehen und herunterladen können und ob sich diese übertragen oder löschen lassen. Die Verbraucherzentrale zum Data Act nennt solche Fragen als Teil der Geräteauswahl. Der Data Act regelt den Zugang zu bestimmten Gerätedaten; personenbezogene Daten unterliegen weiterhin den Datenschutzregeln der DSGVO.
Klären Sie auch, ob eine App ein Herstellerkonto verlangt und ob Funktionen an ein Abonnement oder einen bestimmten Cloud-Dienst gebunden sind. So wissen Sie vor dem Kauf, welche Dienste Sie dauerhaft nutzen möchten und was ein späterer Wechsel des Smartphones oder Herstellers bedeutet.






















