Kaufberatung
Wählen Sie Küchengeräte, die zu Ihrem Haushalt, dem verfügbaren Platz und Ihrem Alltag passen. Ein großer Kühlschrank verbraucht mehr Energie, wenn Sie den zusätzlichen Stauraum nicht brauchen. Bei Einbaugeräten müssen Maße und Anschlüsse zur Küche passen.
Prüfen Sie zuerst die Maße und Ausstattung des Geräts und stellen Sie sicher, dass es in Ihre Küche passt. Vergleichen Sie danach Energieverbrauch, Bedienung, Reinigung und Reparaturmöglichkeiten. Eine hohe Energieeffizienzklasse allein macht ein Gerät noch nicht alltagstauglich.
Bedarf und Platz prüfen
Notieren Sie vor dem Vergleich, welche Aufgaben das Gerät regelmäßig übernehmen soll. Beim Kühlschrank zählen etwa die Zahl der Personen im Haushalt und wie oft Sie einkaufen; beim Geschirrspüler kommt es darauf an, wie häufig Sie spülen und ob regelmäßig Töpfe mit hineinpassen. Zusatzfunktionen lohnen sich, wenn Sie sie tatsächlich nutzen.
Messen Sie bei Einbaugeräten die vorgesehene Nische. Prüfen Sie in den Herstellerangaben, wie tief das Gerät sein darf, wie viel Platz es rundherum braucht, wie weit sich die Tür öffnet und welche Lüftung nötig ist. Auch die sichtbare Breite allein reicht nicht: Geräte mit ähnlichen Außenmaßen können unterschiedliche Einbauvorgaben haben. Wenn Anschluss oder Kombination unklar sind, lassen Sie die technischen Angaben vor der Bestellung prüfen.
Energieangaben vergleichen
Das EU-Energielabel ordnet Geräte einer Produktgruppe auf einer Skala von A bis G ein. Seit dem 1. März 2021 gilt diese Skala unter anderem für Kühlschränke und Geschirrspüler. Ältere Plusklassen lassen sich nicht direkt mit den heutigen Klassen vergleichen. Auch Klassen verschiedener Gerätegruppen stehen nicht für denselben Verbrauch.
Vergleichen Sie deshalb zusätzlich die konkreten Verbrauchswerte. Beim Kühlschrank nennt das Label den jährlichen Stromverbrauch. Beim Geschirrspüler zeigt es den Stromverbrauch je 100 Eco-Spülgänge und den Wasserverbrauch pro Spülgang. Auch Programmdauer, Fassungsvermögen und Lautstärke sind angegeben. Der QR-Code auf dem Label führt zu weiteren Produktangaben in der europäischen Datenbank EPREL. Die EU-Informationen zu Energielabels erklären die Kennzeichnung.
Für einen groben Kostenvergleich multiplizieren Sie beim Kühlschrank den jährlichen Verbrauch in Kilowattstunden mit Ihrem Strompreis pro Kilowattstunde. Beim Geschirrspüler multiplizieren Sie den Verbrauch je 100 Spülgänge mit Ihrer jährlichen Zahl an Spülgängen, teilen das Ergebnis durch 100 und multiplizieren es mit Ihrem Strompreis. So vergleichen Sie laufende Kosten auf Basis Ihrer eigenen Nutzung, ohne eine pauschale Amortisationszeit anzunehmen.
Kühlschrank und Geschirrspüler auswählen
Beim Kühlschrank führt ein zu großes Volumen zu unnötigem Verbrauch. Die Verbraucherzentrale nennt 100 bis 150 Liter Nutzinhalt für Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte als Orientierung und etwa 50 Liter je weitere Person. Der tatsächliche Bedarf hängt auch davon ab, wie oft Sie einkaufen und wie viel Sie lagern. Prüfen Sie neben der Energieklasse den Jahresverbrauch in Kilowattstunden. Ein No-Frost-System erspart das Abtauen, kann laut Verbraucherzentrale aber Anschaffungs- und Stromkosten erhöhen. Ein Gefrierfach sollte zur tatsächlichen Nutzung passen.
Beim Geschirrspüler müssen Breite und Innenraum zusammenpassen. Ein 45 Zentimeter breites Modell spart Platz, bietet aber weniger Raum für große Töpfe und Schüsseln. Die Verbraucherzentrale nennt 60-Zentimeter-Geräte mit 12 Maßgedecken sowie schmale Geräte mit 8 bis 9 Maßgedecken als typische Größen. Ein Maßgedeck ist eine standardisierte Menge Geschirr für eine Person. Prüfen Sie die Kapazität daher anhand Ihres Geschirrs und nicht nur anhand der angegebenen Zahl. Die Kaufhinweise der Verbraucherzentrale empfehlen außerdem, die Eco-Laufzeit neben Strom- und Wasserverbrauch zu berücksichtigen.
Dunstabzug passend wählen
Eine Ablufthaube leitet Kochdünste nach draußen. Dafür braucht sie einen Kanal, der die Luft nach draußen führt; dabei geht Raumwärme verloren. Eine Umlufthaube gibt die Luft in den Raum zurück und benötigt Filter, die regelmäßig gewechselt werden. Sie führt Feuchtigkeit nicht nach außen ab.
Entscheiden Sie daher nach den baulichen Möglichkeiten und berücksichtigen Sie bei Umluft die laufenden Filterkosten. Beim Energielabel stehen neben dem Stromverbrauch die Effizienz der Absaugung und die der Beleuchtung. Auch der Fettabscheidegrad ist angegeben. Die Lautstärke wird in Dezibel angegeben. Die Verbraucherzentrale zu Dunstabzugshauben erläutert die Unterschiede zwischen Abluft und Umluft.
Kochfeld und Herd abstimmen
Ein Kochfeld kann mit einem Herd verbunden sein und über dessen Bedienelemente gesteuert werden. Ein autarkes Kochfeld hat eigene Bedienelemente und wird unabhängig vom Herd angeschlossen. Diese Bauarten sind nicht automatisch untereinander austauschbar.
Prüfen Sie bei einer Kombination aus Herd und Kochfeld, ob der Hersteller die beiden Modelle füreinander freigibt. Gleiche Marke oder ähnliche Maße reichen dafür nicht aus: In der Montageanleitung von BSH müssen bei der beschriebenen Kombination die vorgesehenen Kombinationspunkte übereinstimmen. Maßgeblich sind die Unterlagen der konkreten Modelle. Vergleichen Sie außerdem Nischenmaße, Abstände, Lüftungsvorgaben und Anschlussdaten. Bei Fragen zum Anschluss sollte eine qualifizierte Fachkraft die Bedingungen klären. Arbeiten an elektrischen Anschlüssen gehören nicht zur Kaufvorbereitung.
Kleine Geräte nach Alltag wählen
Es gibt nur wenige einheitliche Kennzahlen, mit denen Sie Mixer, Kaffeemaschinen, Wasserkocher oder Küchenmaschinen direkt vergleichen können. Achten Sie deshalb darauf, ob Fassungsvermögen und Funktionen zu den üblichen Portionen passen und ob sich die Teile einfach reinigen lassen. Prüfen Sie auch, ob Verschleißteile und Ersatzteile erhältlich sind und welche Servicebedingungen der Hersteller nennt.
Eine lange Funktionsliste sagt wenig darüber aus, wie gut ein Gerät in Ihrer Küche funktioniert. Wenn Sie es häufig nutzen, zählen außerdem Bedienkomfort, Standfestigkeit und robuste bewegliche Teile. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass es keine offiziellen Statistiken dazu gibt, welche Kleingeräte besonders häufig ausfallen. Ihre Beobachtungen aus Reparaturangeboten sind daher keine repräsentative Ausfallstatistik.
Häufige Fehlkäufe vermeiden
Zu den typischen Fehlentscheidungen gehören ein Kühlschrank mit unnötig großem Gefrierteil, ein Geschirrspüler, in den die eigenen Töpfe nicht passen, und eine Ablufthaube ohne geeignete Abluftführung. Auch eine bessere Energieeffizienzklasse ist kein Grund, die Verbrauchswerte oder die Eignung für den eigenen Haushalt zu übersehen.
Prüfen Sie vor der Bestellung die genaue Modellnummer und die dazugehörigen Produktdaten. Bei Einbaugeräten gehören Nischenmaße und Installationsanleitung dazu; bei einem Kochfeld und Herd müssen die Herstellerangaben die Kombination bestätigen. Für Kleingeräte lohnt sich ein Blick auf Reinigung, Ersatzteile und Reparaturservice. Die Hinweise der Verbraucherzentrale zur Reparatur von Elektrogeräten helfen dabei, Reparierbarkeit als Kaufkriterium einzubeziehen.