Die Verbraucherzentrale nennt Richtwerte für den Sitzabstand bei HDTV (hochauflösendem Fernsehen) und SDTV (Inhalten mit geringerer Auflösung). Raumlicht und Blickwinkel spielen ebenfalls eine Rolle. Die Tabelle der Verbraucherzentrale hilft, die passende Größe einzugrenzen.
Die Bildschirmgröße wählen
Bei etwa zwei bis zweieinhalb Metern Sitzabstand sind 50 Zoll ein guter Ausgangspunkt, wenn Sie überwiegend HDTV schauen. Bei rund zwei Metern kommt laut Verbraucherzentrale auch ein 55-Zoll-Gerät infrage. Wenn Sie häufig Inhalte in niedrigerer Auflösung ansehen, kann ein kleinerer Fernseher angenehmer sein.
| Bildschirmgröße | Sitzabstand bei HDTV | Sitzabstand bei SDTV |
|---|---|---|
| 32 Zoll | 1,2–1,6 m | 2,0–2,4 m |
| 40 Zoll | 1,5–2,0 m | 2,5–3,0 m |
| 50 Zoll | 1,9–2,5 m | 3,1–3,7 m |
| 55 Zoll | 2,0–2,7 m | 3,4–4,1 m |
| 65 Zoll | 2,4–3,1 m | 4,0–4,8 m |
Messen Sie vor dem Kauf auch die Stellfläche oder die Wand aus. Prüfen Sie dabei die Gesamtbreite des Fernsehers und, falls er auf einem Möbel steht, den Abstand zwischen den Standfüßen. Wenn Sie zwischen zwei Größen schwanken, markieren Sie deren Außenmaße am vorgesehenen Platz. So lässt sich besser einschätzen, wie viel Wand oder Möbel das Gerät einnimmt.
Die 500 Euro einteilen
Behandeln Sie 500 Euro als Obergrenze für den gesamten Kauf. Klären Sie vor dem Vergleich, ob Lieferung, Wandhalterung, Kabel oder ein zusätzlicher Receiver ebenfalls aus diesem Betrag bezahlt werden müssen. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, Liefer- und Anschlusskosten beim Kauf einzubeziehen.
Legen Sie die Bildschirmgröße fest, bevor Sie einzelne Ausstattungsmerkmale vergleichen. Wenn Sie keine Spielkonsole anschließen, müssen Gaming-Funktionen nicht den Ausschlag geben. Nutzen Sie bereits einen Streaming-Stick oder Receiver, prüfen Sie, welche Apps und Empfangsfunktionen der Fernseher selbst noch bieten muss. Das Budget allein sagt noch nicht, welche Bildschirmgröße und Bildqualität die aktuellen Angebote bieten. Vergleichen Sie deshalb die Angebote im Katalog anhand Ihrer festgelegten Anforderungen.
Empfang und Anschlüsse prüfen
Überlegen Sie, wie Sie fernsehen: per Satellit, Kabel, Antenne oder Internet. Der eingebaute Tuner empfängt die Fernsehsignale und muss zu Ihrem Empfangsweg passen. Für Antennenempfang ist DVB-T2 HD relevant; bei Satelliten- und Kabelfernsehen spielt dieser Standard keine Rolle. Bei DVB-T2 HD sind öffentlich-rechtliche Programme frei empfangbar, private Programme hingegen verschlüsselt und kostenpflichtig. Die Verbraucherzentrale erklärt den Antennenempfang.
Zählen Sie außerdem die Geräte, die gleichzeitig angeschlossen werden sollen, etwa Spielkonsole, Soundbar und Receiver. Ein USB-Anschluss bedeutet nicht automatisch, dass der Fernseher Sendungen aufnehmen kann. Suchen Sie im Datenblatt ausdrücklich nach einer Aufnahmefunktion über USB, wenn Sie diese nutzen möchten.
Gaming-Funktionen prüfen
Für Konsolenspiele können VRR und ALLM nützlich sein. VRR passt an, wie oft der Fernseher das Bild pro Sekunde aktualisiert. Die Bildwiederholrate folgt dabei der Bildrate, die die Konsole ausgibt. ALLM schaltet für Spiele automatisch einen Modus mit geringer Verzögerung ein. eARC ist ein verbesserter HDMI-Audio-Rückkanal. Er kann wichtig sein, wenn der Fernseher den Ton an eine Soundbar überträgt. Die HDMI-Organisation beschreibt diese Funktionen.
Verlassen Sie sich bei der Auswahl nicht allein auf eine HDMI-Versionsnummer. Welche Funktionen ein Fernseher unterstützt und an welchem Eingang sie verfügbar sind, hängt vom konkreten Modell ab. Prüfen Sie deshalb das Herstellerdatenblatt auf genau die Funktionen, die Sie brauchen. Auch Sonys Modellübersicht zu HDMI-Funktionen zeigt, dass die Ausstattung je nach Gerät unterschiedlich ausfällt.
Apps und Stromverbrauch vergleichen
Smart-TV-Apps und HbbTV, also Zusatzangebote zu Fernsehsendungen über das Internet, benötigen eine Internetverbindung. Wenn Sie ohnehin einen externen Streaming-Stick verwenden, sind die eingebauten Apps möglicherweise weniger entscheidend. Prüfen Sie beim konkreten Gerät, welche Apps es unterstützt und welche Internetverbindung Sie nutzen können.
Vergleichen Sie beim Stromverbrauch die Angaben auf dem Energielabel und nicht nur die Energieeffizienzklasse. Ein größeres Gerät kann trotz guter Klasse mehr Strom verbrauchen als ein kleineres. Das EU-Energielabel weist den Verbrauch für normale Bildinhalte und HDR getrennt aus. HDR steht für eine Bilddarstellung mit erweitertem Helligkeits- und Farbumfang. Über den QR-Code auf dem Label gelangen Sie zu weiteren Produktangaben in der EU-Datenbank EPREL.








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