Prüfen Sie Fassung, Lichtleistung und Verbindung zum Smart Home. So stellen Sie sicher, dass das Leuchtmittel in die Leuchte passt und sich mit Ihren vorhandenen Geräten verbinden lässt.

Helligkeit und Lichtfarbe wählen

Vergleichen Sie die Helligkeit anhand der Lumenangabe: Lumen (lm) beschreibt, wie viel Licht ein Leuchtmittel abgibt. Watt beschreibt den Stromverbrauch, nicht die Lichtleistung. Die Farbtemperatur in Kelvin gibt an, ob das Licht warmweiß oder eher kühlweiß wirkt. Ein fest angegebener Wert wie 2700 Kelvin steht für einen bestimmten Weißton; ein einstellbarer Bereich bedeutet, dass Sie den Weißton einstellen können.

Farblicht ist eine zusätzliche Funktion. Wenn Sie hauptsächlich lesen oder arbeiten, achten Sie nicht nur auf „RGB“ oder eine große Farbauswahl. Achten Sie darauf, welche Weißtöne das Leuchtmittel bietet und wie hell es leuchtet. Als konkrete Beispiele nennt Philips für eine Hue White A60 mit E27-Sockel 810 Lumen und 2700 Kelvin. Die Tapo L535E von TP-Link bietet laut Hersteller 1055 Lumen sowie einstellbare Weißtöne und Farblicht. Das sind Herstellerangaben zu einzelnen Modellen, keine unabhängigen Vergleichsmessungen.

Fassung und Leuchte prüfen

Vergleichen Sie Sockel und Form mit dem vorhandenen Leuchtmittel. E27 oder E14 beschreibt die Fassung, während Angaben wie A60 die Form des Leuchtmittels bezeichnen. Auch bei passendem Sockel müssen Abmessungen und Platz in der Leuchte stimmen. Prüfen Sie außerdem, ob das konkrete Modell für geschlossene Leuchten, Feuchträume oder den Außenbereich vorgesehen ist.

Ein fest eingebauter Wanddimmer kann Probleme verursachen. Smarte Leuchtmittel brauchen eine passende Stromversorgung und sind nicht automatisch mit fest eingebauten Dimmern kompatibel. IKEA warnt bei den behandelten TRÅDFRI-Leuchtmitteln vor möglichen Problemen wie Flackern, Summen oder Abschalten an einem fest installierten analogen Dimmer. Prüfen Sie die Angaben des jeweiligen Herstellers, statt diese Einschränkung pauschal auf alle smarten Lampen zu übertragen. Bei Änderungen an fest verdrahteten Schaltern oder Leuchten wenden Sie sich an eine Elektrofachkraft.

Verbindung zum Smart Home

Ein WLAN-Leuchtmittel verbindet sich direkt mit dem Heimnetz. Das kann für eine einzelne Lampe eine einfache Lösung sein. Das unterstützte WLAN-Band und die nötigen Einrichtungsschritte unterscheiden sich je nach Modell. TP-Link nennt für die Tapo L535E beispielsweise 2,4-GHz-WLAN. Prüfen Sie diese Angabe, wenn Ihr Router getrennte Netze verwendet oder die Einrichtung bisheriger Geräte Schwierigkeiten bereitet hat.

Eine Bridge oder ein Hub ist eine zusätzliche Zentrale. Sie verbindet Leuchtmittel und Zubehör, damit Sie diese gemeinsam steuern können. Manche Systeme verwenden dafür Zigbee, ein Funkprotokoll für Smart-Home-Geräte. Ein Hub kann sinnvoll sein, wenn Sie mehrere Räume, Sensoren oder Schalter gemeinsam steuern möchten. Er bringt aber zusätzliche Hardware mit sich. Philips nennt für die Hue Bridge eine Unterstützung von bis zu 50 Lampen und 12 Zubehörteilen. Diese Grenze gilt nur für dieses Hue-Produkt. Andere Systeme haben eigene Grenzen.

Matter ist ein Standard, der die Zusammenarbeit von Smart-Home-Geräten verschiedener Hersteller erleichtern soll. Das Matter-Zeichen allein sagt jedoch nicht, wie ein Gerät funkt oder ob Sie eine Zentrale benötigen. Matter-Geräte können WLAN oder Thread nutzen, ein Funknetz für Smart-Home-Geräte. Eine Bridge kann außerdem Geräte mit einem anderen Funkprotokoll einbinden. Für bestimmte Thread-Geräte braucht es einen Thread Border Router, der dieses Netz mit dem übrigen Heimnetz verbindet. Die Matter-FAQ der Connectivity Standards Alliance erklärt die möglichen Verbindungswege. Prüfen Sie vor dem Kauf daher das konkrete Modell, das gewünschte Smart-Home-System und die nötige Zentrale.

Auch Produkte derselben Marke können sich unterschiedlich verbinden. Philips Hue beschreibt, wie Hue-Produkte über eine Bridge in Matter eingebunden werden; andere kompatible Lampen können laut Hersteller eine direkte Verbindung über Thread erfordern. IKEA wiederum beschreibt DIRIGERA als Zentrale, die Zigbee-Produkte in Matter einbindet. Prüfen Sie deshalb für jedes Matter-Gerät, ob zusätzliches Zubehör nötig ist.

Smarte Leuchtmittel bedienen

Ein smartes Leuchtmittel muss mit Strom versorgt bleiben, damit App oder Funksteuerung es erreichen. Wird es am gewöhnlichen Wandschalter ausgeschaltet, ist es nicht mehr per App steuerbar, bis der Schalter wieder eingeschaltet wird. Wenn Sie den Wandschalter täglich nutzen, prüfen Sie, ob das System eine passende Fernbedienung oder einen kompatiblen Funk-Taster bietet.

Eine App kann beispielsweise Dimmen oder Farbwechsel ermöglichen, während der normale Wandschalter häufig nur ein- und ausschaltet; App, Wandschalter und Automatik bieten unterschiedliche Möglichkeiten. Bei den von IKEA beschriebenen TRÅDFRI-Produkten benötigen weitere Einstellungen die App oder ein Steuergerät. Überlegen Sie deshalb vor dem Kauf, wer das Licht bedient und ob die Steuerung auch ohne Smartphone bequem erreichbar ist.

Ein Bewegungsmelder eignet sich, wenn das Licht automatisch auf Bewegung reagieren soll. Prüfen Sie, ob er direkt mit dem Leuchtmittel oder nur über eine bestimmte Zentrale zusammenarbeitet. Für eine vorhandene Leuchte kann außerdem ein smartes Leuchtmittel besser passen als ein Zwischenstecker: Ein Smart Plug schaltet die Stromzufuhr, macht eine gewöhnliche Lampe aber nicht automatisch dimmbar.

Stromverbrauch und Datenschutz

Vergleichen Sie den tatsächlichen Stromverbrauch und die Energieangaben des konkreten Modells. Die EU verwendet für Lichtquellen eine Energieeffizienzskala von A bis G. Auf Produktseiten stehen daneben teils Angaben zur maximalen Leistungsaufnahme und zum gewichteten Verbrauch. Auch der Standby-Verbrauch wird dort teils angegeben. Diese Angaben beschreiben unterschiedliche Messgrößen und sollten nicht miteinander verwechselt werden.

Wenn das Leuchtmittel dauerhaft erreichbar bleibt, zählt auch sein Standby-Verbrauch. Wie viel Strom es verbraucht, hängt davon ab, wie lange es im Standby bleibt.

Prüfen Sie außerdem, ob die App ein Konto verlangt und welche Funktionen über eine Cloud laufen. Sehen Sie nach, wie der Hersteller Updates bereitstellt. Die Verbraucherzentrale weist allgemein auf Fragen zu Konten, Datenverarbeitung und Sicherheit bei Smart-Home-Geräten hin. Nutzen Sie ein eigenes, sicheres Passwort und installieren Sie bereitgestellte Updates. Die Angaben zur Cloud- und Offline-Nutzung unterscheiden sich je nach Produkt; kontrollieren Sie dazu die Produktinformationen und Datenschutzhinweise des Herstellers.

Welches Leuchtmittel passt zu Ihrem Bedarf?

Bedarf Worauf Sie achten sollten
Eine einzelne Lampe per App steuern WLAN-Leuchtmittel, unterstütztes WLAN-Band und Konto- oder Cloud-Anforderungen
Mehrere Räume und Zubehör verbinden Hub oder Bridge, unterstützte Sensoren und Schalter sowie Erweiterungsgrenzen
Ein vorhandenes Matter-System nutzen Funkweg des konkreten Geräts, erforderliche Zentrale und Unterstützung der gewünschten Funktionen
Den Wandschalter weiterverwenden Kompatible Schalterlösung und dauerhafte Stromversorgung des Leuchtmittels
Eine Leuchte im Bad oder draußen nutzen Freigabe und Schutzart des konkreten Produkts für den vorgesehenen Einsatzort