Für Streaming, Mediatheken und Live-TV brauchen Sie vor allem die passenden Apps, eine übersichtliche Bedienung und eine zuverlässige Internetverbindung. Ein Smart-TV ist ein Fernseher mit Internetzugang. Über sein Menü starten Sie Apps und andere Dienste direkt.
Die Sprachsuche und die Verbindung zum Smartphone sind nützlich, wenn Sie sie regelmäßig verwenden. Gaming-Funktionen und die Steuerung von Smart-Home-Geräten brauchen Sie nur, wenn Sie dafür einen konkreten Bedarf haben. Prüfen Sie auch, wie lange der Hersteller Softwareupdates für das Modell zusagt.
Smart-TV-Apps und Bedienung prüfen
Entscheidend ist, ob Sie Ihre Streamingdienste und Mediatheken auf dem Fernseher nutzen können. Eine lange App-Liste hilft wenig, wenn ausgerechnet der von Ihnen genutzte Dienst fehlt. Prüfen Sie die Verfügbarkeit deshalb für das genaue Modell, bevor Sie kaufen.
Auch die Menüs und die Fernbedienung beeinflussen den Alltag. Sie sollten schnell zwischen Apps, Live-TV und angeschlossenen Geräten wechseln können. Testen Sie die Bedienung nach Möglichkeit im Geschäft oder sehen Sie sich vor dem Kauf eine Vorführung an. Technische Datenblätter sagen wenig darüber aus, wie leicht sich Inhalte finden lassen.
Eine stabile Internetverbindung gehört ebenfalls zur Grundausstattung. Bei einer schwachen Verbindung stockt die Wiedergabe, auch wenn der Fernseher viele Streamingfunktionen bietet.
Sprachsuche und Smartphone-Anbindung
Mit der Sprachsuche suchen Sie nach Filmen und Serien, ohne deren Titel über die Bildschirmtastatur einzugeben. Das hilft vor allem bei längeren Titeln. Für einfache Aufgaben wie das Ändern der Lautstärke oder den Senderwechsel ist die Fernbedienung oft schneller und direkter. Sprachsteuerung ist daher kein Muss.
Die Verbindung mit dem Smartphone ist praktisch, wenn Sie regelmäßig Fotos oder Videos auf dem Fernseher zeigen oder Inhalte vom Handy übertragen. Wenn Sie das selten tun, brauchen Sie dafür keine besonderen Funktionen. Prüfen Sie bei konkretem Bedarf, ob Fernseher und Smartphone die gewünschte Übertragungsart unterstützen.
Updates und Datenschutz prüfen
Softwareupdates können Fehler beheben und Sicherheitslücken schließen. Sie tragen außerdem dazu bei, dass Funktionen und Apps länger verfügbar bleiben. Eine einheitliche Updatefrist für alle Marken und Modelle gibt es jedoch nicht. Fragen Sie deshalb, welche Updates der Hersteller für das genaue Modell und die Region, in der Sie es kaufen, zusagt. Klären Sie auch, um welche Art von Updates es geht.
Einige Fernseher haben Mikrofone oder verarbeiten Nutzungsdaten für bestimmte Funktionen. Welche Daten ein Gerät erfasst, hängt vom Modell und seinen Einstellungen ab. Sehen Sie nach der Einrichtung in den Datenschutz- und Sprachmenüs nach, welche Sprachfunktionen, personalisierten Empfehlungen oder anderen Nutzungen Ihrer Daten Sie abschalten möchten. Prüfen Sie auch, ob eine Funktion eine Internetverbindung voraussetzt, die Sie nicht nutzen möchten.
Welche Bedienungshilfen bietet der Smart-TV?
Untertitel, Audiodeskription und vorgelesene Menüs helfen Menschen mit Hör- oder Sehbeeinträchtigung. Je nach Fernseher können Sie auch größere Schrift oder stärkere Kontraste einstellen. Diese Funktionen können den Zugang zu Inhalten und Menüs deutlich erleichtern.
Auch das Programm oder die App muss manche dieser Funktionen unterstützen. Wenn Sie bestimmte Hilfsfunktionen brauchen, prüfen Sie daher nicht nur das Fernsehmenü, sondern auch die Dienste, die Sie nutzen.
Gaming-Funktionen und Tonanschlüsse
Für Konsolen- und PC-Spiele sind VRR und ALLM nützlich. VRR steht für variable Bildwiederholrate. Die Funktion passt die Bildausgabe des Fernsehers an die Konsole oder den PC an. Das kann Bildfehler wie Tearing verringern, bei denen das Bild sichtbar zerrissen wirkt. ALLM schaltet bei unterstützten Geräten automatisch in einen Modus mit geringer Verzögerung. Fernseher und angeschlossenes Gerät müssen die jeweilige Funktion unterstützen. Wenn Sie nicht spielen, brauchen Sie diese Extras nicht.
eARC ist ein Anschlussstandard, über den der Fernseher den Ton an eine Soundbar oder einen Receiver sendet. Er ist für bestimmte Heimkinoanlagen relevant. Wenn Sie den Fernsehton verwenden, brauchen Sie eARC nicht. Notieren Sie vor dem Kauf, welche Geräte Sie anschließen wollen, und prüfen Sie, welche Anschlüsse sie brauchen. Die HDMI-Versionsnummer allein zeigt nicht zuverlässig, welche Funktionen das konkrete Gerät unterstützt.
Bildqualität getrennt bewerten
4K, HDR und die Bildwiederholrate betreffen vor allem die Bilddarstellung, nicht die Smart-TV-Oberfläche. 4K bezeichnet eine hohe Bildauflösung. HDR erweitert bei passenden Inhalten den darstellbaren Helligkeits- und Farbumfang. Diese Merkmale machen Apps weder schneller noch leichter bedienbar.
Auch 120 Hz sind kein allgemeines Muss. Eine höhere Bildwiederholrate ist besonders für anspruchsvolles Gaming interessant. Für viele andere Anwendungen reicht eine niedrigere Bildwiederholrate aus. Bewerten Sie Bildqualität und Smart-TV-Funktionen deshalb getrennt nach Ihrem Bedarf.
Wann ein Streaming-Player hilft
Ein eingebautes Smart-TV-System ist bequem, weil Sie direkt auf die Apps zugreifen und kein weiteres Gerät anschließen müssen. Fehlt eine wichtige App oder reagiert die Oberfläche zu langsam, kann ein externer Streaming-Player eine Lösung sein. So müssen Sie nicht allein wegen fehlender Apps oder einer langsamen Oberfläche den ganzen Fernseher ersetzen.