Ein LCD-Fernseher erzeugt das Bild, indem er an vielen winzigen Stellen unterschiedlich viel Licht durchlässt. Eine Hintergrundbeleuchtung liefert das Licht, während eine Schicht aus Flüssigkristallen steuert, wie viel davon hindurchkommt. Elektrische Signale richten die Moleküle dieser Stoffe aus, und Farbfilter erzeugen die Farben. Die Flüssigkristalle leuchten nicht selbst.
Die Hintergrundbeleuchtung liefert das Licht
Hinter dem LCD-Bildschirm sitzt eine Hintergrundbeleuchtung. Bei vielen heutigen Geräten übernehmen Leuchtdioden, kurz LEDs, diese Aufgabe. Sie leuchten durch mehrere Schichten des Bildschirms nach vorn.
Weitere Schichten lenken und streuen das Licht, damit es sich möglichst gleichmäßig über die Fläche verteilt. Der genaue Aufbau unterscheidet sich je nach Fernseher. Die LEDs sind dabei die Lichtquelle hinter dem Bild, nicht die einzelnen Bildpunkte.
Flüssigkristalle steuern Licht
Zwischen dünnen Filtern liegt eine Schicht aus Flüssigkristallen. Ihre Moleküle lassen sich durch elektrische Signale anders ausrichten. Dadurch verändert sich, wie viel Licht durch die Schichten bis nach vorn gelangt.
Vereinfacht lässt sich das mit einer verstellbaren Blende vergleichen: An einer Stelle kommt viel Licht hindurch, an einer anderen weniger. Wie die elektrischen Signale den Lichtdurchlass genau verändern, hängt vom Aufbau des Bildschirms ab. Das Grundprinzip bleibt gleich: Die Flüssigkristalle regeln den Lichtdurchlass.
Rot, Grün und Blau ergeben Farben
Jeder Bildpunkt eines Farb-LCDs besteht üblicherweise aus drei kleinen Bereichen: einem roten, einem grünen und einem blauen. Diese Bereiche heißen Teilbildpunkte. Farbfilter lassen jeweils vor allem Licht ihrer eigenen Farbe durch.
Der Fernseher regelt die Helligkeit der drei Teilbildpunkte einzeln. Leuchten Rot, Grün und Blau gemeinsam stark, erscheint der Bildpunkt hell. Unterschiedliche Helligkeiten ergeben andere Farbtöne. Werden alle drei Bereiche stark abgedunkelt, erscheint die Stelle schwarz oder sehr dunkel.
Viele Bildpunkte bilden das Bild
Der Fernseher steuert die Bildpunkte passend zum Bildsignal. Jeder einzelne Punkt zeigt dabei eine bestimmte Helligkeit und Farbe. Aus der Entfernung sieht das Auge die vielen kleinen Lichtflächen als zusammenhängendes Bild.
Bei manchen LCD-Fernsehern lässt sich zusätzlich die Hintergrundbeleuchtung in größeren Bereichen dimmen. Das beeinflusst die Helligkeit ganzer Bildzonen, während die Flüssigkristalle weiterhin die Lichtmenge an den einzelnen Bildpunkten regeln.
LCD und OLED nutzen unterschiedliche Lichtquellen
Bei einem LCD-Fernseher kommt das Licht von einer Hintergrundbeleuchtung. Bei einem OLED-Bildschirm erzeugen die Bildpunkte ihr Licht selbst. Die Bezeichnung „LED-Fernseher“ meint im üblichen Sprachgebrauch meist einen LCD-Fernseher mit LED-Hintergrundbeleuchtung.