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HDMI oder Scart: Welcher Anschluss ist besser?

Wer einen älteren DVD-Player, eine Spielkonsole oder einen Videorekorder an einen modernen Fernseher anschließen will, hat die Wahl zwischen Scart und HDMI. Scart ist der analoge Standard aus den 1980er-Jahren, HDMI die digitale Schnittstelle, die fast jedes neue Gerät hat.

Für moderne Geräte ist HDMI fast immer die bessere Wahl: Es liefert höhere Auflösungen, besseren Ton und eine einfachere Verbindung. Scart ist nur dann die bessere Wahl, wenn das Gerät keinen HDMI-Ausgang hat.

Analog gegen digital

Der wichtigste Unterschied ist die Signalübertragung. Scart überträgt analoge Signale. Das sind elektrische Spannungen, die Bild und Ton als durchgehende Wellenformen darstellen. HDMI überträgt digitale Signale, also Datenpakete aus Nullen und Einsen. Das wirkt sich direkt auf die Bildqualität aus: Analoge Signale verlieren auf dem Weg vom Gerät zum Fernseher an Qualität, besonders bei langen Kabeln oder schlechten Steckverbindungen. Digitale Signale bleiben bis zum Empfänger unverändert, solange das Kabel intakt ist.

Die Auflösung ist der deutlichste Unterschied. Scart unterstützt nur Standardauflösung, also PAL-Signale. Das entspricht dem alten Fernsehstandard und wirkt auf modernen Bildschirmen unscharf und verpixelt. HDMI überträgt hochauflösende Signale bis zu 4K und 8K, also deutlich mehr Bildpunkte. Ein Blu-ray-Player oder eine moderne Spielkonsole liefert über HDMI ein gestochen scharfes Bild, während derselbe Player über Scart nur ein verwaschenes Bild zeigen würde.

Ton: Stereo gegen Mehrkanal

Beim Ton ist der Unterschied ebenso deutlich. Scart überträgt nur zwei Audiokanäle, also Stereo. Das reicht für einen älteren Fernseher mit zwei Lautsprechern, aber nicht für ein Heimkino mit Surround-Sound. HDMI überträgt Mehrkanal-Audio, also Formate wie Dolby Digital, DTS und die neueren Raumklangformate Dolby Atmos und DTS:X. Wenn Sie einen Blu-ray-Player oder eine Streaming-Box an einen AV-Receiver anschließen, bekommen Sie über HDMI den vollen Raumklang. Über Scart wäre nur der Stereo-Mix zu hören.

Moderne Fernseher ohne Scart

Moderne Fernseher haben in der Regel mehrere HDMI-Buchsen, aber kaum noch einen Scart-Eingang. Viele aktuelle Modelle verzichten komplett auf Scart, weil die Hersteller die analoge Technik auslaufen lassen. Wenn Sie also ein älteres Gerät mit Scart-Ausgang an einen neuen Fernseher anschließen möchten, brauchen Sie einen Adapter von Scart auf HDMI. Solche Adapter gibt es, aber sie wandeln das analoge Signal nur um, sie verbessern es nicht. Das Bild bleibt in der niedrigen Scart-Auflösung, auch wenn es über die HDMI-Buchse des Fernsehers läuft.

HDMI-Geräte sind dagegen untereinander nahezu immer kompatibel. Ein Blu-ray-Player, eine Spielkonsole, ein Streaming-Stick oder ein Laptop lassen sich direkt per HDMI-Kabel an den Fernseher anschließen, ohne Adapter oder Umschalter. Zusätzlich kann HDMI Geräte automatisch steuern: Fernseher und angeschlossene Geräte schalten sich gegenseitig ein und aus. Scart bietet solche Komfortfunktionen nicht.

Wann Scart noch sinnvoll ist

Scart ist nur noch für Geräte sinnvoll, die keinen HDMI-Ausgang besitzen. Das betrifft vor allem Videorekorder, ältere DVD-Player, manche ältere Spielkonsolen und analoge Satellitenreceiver. Wenn Sie so ein Gerät betreiben möchten, bleibt Ihnen keine andere Wahl als Scart, gegebenenfalls mit Adapter auf HDMI. Auch 3D-Inhalte, die einige ältere Blu-ray-Player und Fernseher unterstützen, lassen sich nur über HDMI übertragen, nicht über Scart.

Für alle anderen Fälle, also für jedes Gerät, das über einen HDMI-Ausgang verfügt, ist HDMI die richtige Wahl. Das gilt unabhängig davon, ob Sie einen kleinen Fernseher im Schlafzimmer oder ein großes Heimkino betreiben. Die Bildqualität ist höher, der Ton besser und die Verbindung zuverlässiger.

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