Der Grundig Satellit 500 ist ein portabler Weltempfänger, der in den 1980er-Jahren auf den Markt kam und bis heute bei Kurzwellenhörern geschätzt wird. Zur Ausstattung gehören eine digitale Funktionsanzeige, Synchrondemodulation und zwei IF-Bandbreiten. Die Verstärkungsregelung (AGC) ist zwischen automatisch und manuell umschaltbar. Dazu kommen getrennte Bass- und Höhenregler, Anschlussmöglichkeiten für externe Antennen und ein Line-Level-Aufnahmeausgang. Viele Geräte werden heute ohne Original-Handbuch verkauft, und das deutsche Handbuch ist nicht immer leicht zu verstehen. Die wichtigsten Bedienhinweise und die bekannten Schwachstellen, die sich mit einfachen Mitteln beheben lassen, sind hier zusammengefasst.
Die wichtigsten Funktionen im Überblick
Der Satellit 500 deckt den kompletten Kurzwellenbereich ab. Die genaue Frequenzspanne hängt von der Ausführung ab: Die Version „Satellite 500 professional" empfängt von 1612 bis 26100 kHz, die Version „Satellite 500 international" von 1612 bis 30000 kHz. Beide Varianten wurden von Grundig in Portugal hergestellt.
Besonders nützlich für den Empfang schwacher Sender ist die Synchrondemodulation. Sie erlaubt es, das gewünschte Seitenband auszuwählen und störtende Interferenzen zu reduzieren. Der Empfänger bietet außerdem zwei umschaltbare IF-Bandbreiten, sodass Sie zwischen breitem Empfang für starke Sender und schmalem Empfang für schwache Signale wählen können. Die AGC lässt sich automatisch oder manuell betreiben, was bei stark schwankenden Signalstärken hilfreich ist.
Für den Anschluss einer externen Antenne stehen entsprechende Buchsen zur Verfügung. Ein Line-Level-Ausgang ermöglicht die Aufnahme des empfangenen Signals mit einem externen Recorder.
Bekannte Probleme mit dem Synchrondetektor
Der Synchrondetektor des Satellit 500 ist funktional, aber nicht perfekt. Zwei Probleme treten bei vielen Geräten auf:
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Der synchrone SSB-Modus lässt sich nicht über die Tastatur aktivieren. Die Umschaltung auf synchrones Empfangen mit wählbarem Seitenband ist nur über einen Eingriff in die Hardware möglich. Dazu muss Pin 3 des Steckers C der HF-Platine geerdet und der Draht von Pin 4 des Steckers B getrennt werden. Ein Schalter mit zwei Kontaktgruppen erledigt diese Umschaltung. Er wirkt dann nur auf den USB- und LSB-Modus. Der Weg zur Erdung kann über einen 1-kΩ-Widerstand erfolgen, was Probleme bei einer Fehlverbindung vermeidet und zusätzliche Störungen des Prozessors reduziert.
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Die Unterdrückung des unerwünschten Seitenbands ist schwach. Bei vielen Geräten liegt die Unterdrückung nur bei etwa 14 dB, was bei starken Signalen zu hörbaren Verzerrungen führt. Die Ursache liegt in der Schaltung des Synchrondetektors, die zwei Bauteile vermissen lässt: eine 1N4148-Diode anstelle eines Jumpers unter der Metallabschirmung des Detektors und ein 33-kΩ-Widerstand von Pin 7 des Chips gegen Masse. Auf der Platine ist dafür ein Platz vorgesehen.
Verbesserungen mit einfachen Mitteln
Die einfachste Verbesserung besteht darin, die beiden fehlenden Bauteile zu ergänzen. Dazu müssen Sie das Gerät öffnen und die Abschirmung des Detektors entfernen. Löten Sie die Diode an der vorgesehenen Stelle ein und setzen Sie den Widerstand von Pin 7 gegen Masse ein. Nach dieser Änderung verbessert sich die Unterdrückung des unerwünschten Seitenbands in vielen Fällen von 14 dB auf 20 bis 26 dB. Auch die Verzerrung wird dadurch reduziert.
Eine weitere Verbesserung betrifft die Rückwirkung der Audio-Stufen auf die Frequenz des ersten Oszillators des Mischers. Diese Rückwirkung kann zu einem Brummen im synchronen Modus führen. Ein Kondensator mit 2000 µF oder mehr, der von der AM-3,5-V-Versorgung (Pin 11 des Steckers A) gegen Masse geschaltet wird, reduziert dieses Problem deutlich.
Wenn Sie mit Akkus arbeiten, die eine etwas zu niedrige Spannung haben, kann die Synchronisation ebenfalls verbessert werden. Eine stabile Versorgung mit AM +5 V hilft, die Detektorschaltung zuverlässig zu betreiben.
Feineinstellung für optimale Seitenbandunterdrückung
Wer die Unterdrückung weiter verbessern möchte, braucht ein Wartungshandbuch, eine Signalquelle mit sauberem Träger und ein Wechselspannungsmessgerät oder Oszilloskop. Das Verfahren besteht darin, die Summenwiderstände nach den Audio-Phasenverschiebeschaltungen abzugleichen. Die Frequenz der besten Unterdrückung hängt von den tatsächlichen Werten der Bauteile in den Phasenschiebern ab und ist von Gerät zu Gerät unterschiedlich. In einem konkreten Fall wurden die Widerstände CR834 um 10 % und CR833 um 20 % reduziert, um ein gutes Gleichgewicht zu erreichen. Die Qualität der besten Unterdrückung sagt auch viel über die Verzerrung aus: Je besser die Unterdrückung, desto geringer die Verzerrung.
Wichtige Hinweise für die Arbeit am Gerät
Bevor Sie mit Lötarbeiten beginnen, trennen Sie das Funkgerät von allen Stromquellen und Antennen. Die abgeschirmten Oszillatoren im Satellit 500 haben einen starken Mikrofoneffekt. Bei höherer Lautstärke kann dies zu einer Audio-Rückkopplung führen. Auch beim Löten der Anschlussdrähte ist Vorsicht geboten, da die empfindlichen Bauteile leicht beschädigt werden können.
Fazit
Der Grundig Satellit 500 ist ein leistungsfähiger Weltempfänger, der auch heute noch gute Dienste leistet. Die bekannten Schwächen des Synchrondetektors lassen sich mit überschaubarem Aufwand beheben. Die Ergänzung der fehlenden Bauteile und der Abgleich der Phasenschieber verbessern die Empfangsqualität deutlich. Wer ein gebrauchtes Gerät ohne Handbuch erwirbt, findet in den hier beschriebenen Hinweisen eine praktische Ergänzung zur offiziellen Bedienungsanleitung.