Wer einen neuen Fernseher sucht, stößt schnell auf eine überschaubare Zahl großer Hersteller. Die Auswahl an Marken ist kleiner, als es die Regale im Handel vermuten lassen, denn viele bekannte Namen gehören zu denselben Konzernen.
Die Marktführer bei Fernsehern
Nach Zahlen von Counterpoint Research führte Samsung im Jahr 2024 weiterhin den Weltmarkt für Fernsehgeräte an. Dahinter folgen mit TCL und Hisense zwei chinesische Hersteller auf den Plätzen zwei und drei. LG, lange Zeit einer der größten Namen im Geschäft, liegt demnach inzwischen auf Platz vier.
Die weltweiten TV-Lieferungen stiegen im vierten Quartal 2024 gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent. Deutlich stärker wuchs das Premium-Segment: Die Auslieferungen hochwertiger Modelle mit Technologien wie QD-MiniLED, QD-OLED, WOLED oder MicroLED legten im Jahresvergleich um 51 Prozent zu und erreichten einen Rekordwert. Diese Zahlen beziehen sich auf Fernsehgeräte, nicht auf professionelle Bildschirme.
Etablierte Marken im deutschen Handel
Im deutschen Einzelhandel sind neben den Weltmarktführern vor allem Marken präsent, die seit Jahrzehnten Fernseher anbieten. Ein Vergleich von MediaMarkt nennt LG, Philips, Samsung und Sony als Hersteller, deren Geräte in unabhängigen Tests oder bei Kunden gut abgeschnitten haben.
Philips und Sony sind dabei die europäischen beziehungsweise japanischen Vertreter, die sich neben den asiatischen Großserienherstellern behaupten. Wer ein Gerät einer dieser Marken kauft, erhält in der Regel einen etablierten Hersteller mit langjähriger Erfahrung in der Bildschirmtechnik.
Worin sich die Hersteller unterscheiden
Die Unterschiede zwischen den Marken liegen weniger in der reinen Bildqualität als in der Ausstattung. Dazu gehören das Betriebssystem des Fernsehers und die Bedienung. Ebenso zählen der Umfang der Smart-TV-Funktionen und die Unterstützung über die Lebensdauer des Geräts dazu. Auch die Panel-Technologie spielt eine Rolle: Während einige Hersteller auf OLED setzen, verbauen andere LCD-Panels mit MiniLED-Hintergrundbeleuchtung.
Für die Kaufentscheidung ist es sinnvoll, nicht nur auf den Markennamen zu achten, sondern auf die konkrete Modellreihe. Die günstigen Einstiegsmodelle einer Marke unterscheiden sich technisch oft stärker von den Oberklassegeräten desselben Herstellers als von den Modellen der Konkurrenz.
Historische Fernsehmarken aus der DDR
Neben den heutigen Marken gibt es eine Reihe von Herstellern, die nur noch historische Bedeutung haben. In der DDR produzierten mehrere Betriebe Fernsehgeräte, die heute vor allem bei Sammlern bekannt sind. Der Staßfurt K 67 von 1967 gilt als erster tragbarer Kofferbildfernseher aus der Fernsehwerkfabrik Staßfurt. Das Gerät wurde nur ein Jahr lang gebaut, weil sich die RGW-Staaten auf eine andere Arbeitsteilung einigten; erst ab 1976 entstand in Radeberg ein Nachfolger.
Auch der Name Robotron ist eng mit der DDR-Elektronik verbunden. Der Robotron R12, ein früher Elektronikrechner, wurde 1959 auf der Leipziger Messe vorgestellt und gab später dem gesamten Kombinat seinen Namen. Fernseher aus DDR-Produktion tragen diese Marken heute nicht mehr, sie sind aber Teil der deutschen Fernsehgeschichte.
So finden Sie die passende Marke
Samsung, TCL, Hisense und LG teilen sich den Weltmarkt, im deutschen Handel kommen Philips und Sony als etablierte Namen hinzu. Wer sich für ein Gerät entscheidet, sollte weniger auf den Markennamen als auf die Modellreihe und die Ausstattung achten. Historische Marken wie Staßfurt oder Robotron spielen im heutigen Handel keine Rolle mehr, zeigen aber, wie lang die Tradition der Fernsehtechnik in Deutschland ist.