Tv mit Dvb

Fernseher mit Dvb

V alternativ Das digitale terrestrische Fernsehen DVB-T ist seit Anfang 2017 zu Ende. Jedenfalls was das Free-TV betrifft: Privatsender haben auf den neuen Digitalstandard DVB-T2 umgestellt. Dies führt zu einer höheren Qualität der Bilder, aber auch zu erheblich höheren Preisen. Wer auf DVB-T2 umsteigt, muss nicht nur für das neue Gerät bezahlen, sondern auch für den Empfang von RTL, TV-Fans, TV-Sendern, ProSieben, Sa. 1 und anderen Privatsendern eine erhebliche jährliche Gebühr entrichten.

Was ist DVB-T? Die DVB-T ist eine Übertragungsoption für die Übertragung digitaler Radio- und TV-Signale über terrestrisch, d.h. geerdete Bahnen. Mit dem modernisierten Nachfolgemodell DVB-T2 wird weniger Bandbreiten verbraucht. DVB-T2 ist als Option auch in HD-Auflösung erhältlich.

Unter DVB-T versteht man das terrestrische Fernsehen. Sie können auch über Kabelnetz, Satelliten, Internet und Mobilgeräte senden. Wann ist DVB-T ausgeschaltet? Antennen-Fernsehen über DVB-T machte es möglich, sowohl öffentliche als auch alle Free-TV-Kanäle kostenlos zu erhalten, von der ersten bis hin zu RTL und Profi. Doch mit der Digitalisierung am 28. Mai 2017 änderte sich in rund 4 Mio. Bundeshaushalten alles: Die frühere DVB-T-Übertragung wurde in den Ballungsräumen vollständig ausgeschaltet und auf DVB-T2 umgebaut.

Wenn Sie nicht auf den DVB-T2 mit den passenden Endgeräten umgestiegen wären, würden Sie einen schwarzen Schirm erwarten. Sie werden nun aber in der Dunkelheit vom 25. August auf DVB-T2 umgerüstet. Ein weiterer Umbau soll im kommenden Jahr erfolgen, so dass bis 2019 alle Bereiche vollständig auf DVB-T2 umgerüstet sind.

Der Umstieg auf DVB-T2 führt zu einer verbesserten Qualität der Bilder von SD auf High Resolution - möglich durch den Einsatz eines neuen Video-Codecs namens HEVC. Die TV-Wende geht aber noch viel weiter, denn um DVB-T2 zu erhalten, brauchen TV-Fans ein Upgrade der Ausstattung: entweder ein neuer TV-Gerät mit eingebautem DVB-T2-Tuner oder ein externer DVB-T2-Empfänger, der über HDMI-Kabel mit dem Fernsehgerät verbunden ist.

Wie hoch sind die anfallenden Gebühren? Der TV-Turnaround mit DVB-T2 hat seinen Preis: Sie benötigen einen neuen DVB-T2-Empfänger, der auch für den privaten Senderempfang ist. Sie zahlen bald 140 EUR pro Jahr. Wenn Sie auf IP-TV oder Kabelnetz umsteigen wollen, müssen Sie mit noch größeren Ausgaben kalkulieren.

Was sind die Alternativlösungen zu DVB-T2? Es gibt viele verschiedene Wege, um auch nach dem Ausschalten von DVB-T weiterzusehen. Für diejenigen, die weder die für DVB-T2 entstehenden Gebühren übernehmen noch einen grundsätzlichen Wandel des Internet- und Telefonproviders planen, ist das Onlinefernsehen eine kosteneffiziente Variante. Mehr und mehr Bundesbürgerinnen und Bundesbürger kommen daher ohne Heimkabelanschluss oder DVB-T2-Empfang aus und setzen auf drahtloses TV via Onlinefernsehen.

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