Deutsche Sender Online

Englische Kanäle Online

ist Ihr deutschsprachiger Radiosender auf Gran Canaria. Fernsehsender RT Deutsch: Putins Propagandalerfolg in Deutschland Phoenix-Moderator Alexander Kähler sagte im Verlauf der Übertragung den ausschlaggebenden Spruch. Das geht auf eine Aussage seines Studiogasts Ivan Rodionov, des Geschäftsführers des Rundfunksenders RT Deutschland, zurück. Im Programm "Phoenix-Runde: Mit aller Kraft - Wie weit greift Putins Hand? "Es ging um den Giftangriff auf den Ex-Spion Sergej Skripal in Großbritannien, für den die englische Bundesregierung Russland die Schuld gibt.

Rodionov sass bereits im Atelier und chatte. Der Sender ist die deutsche Tochter des russisch geförderten Mutterschiffes RT, früher Russia Today, das seinerseits zu dem staatseigenen Medienkonzern Rossija Sewodnja zählt. Nichtsdestotrotz kam es zu politischen Auseinandersetzungen zwischen Russland und Deutschland. Rodionov war bereits Leiter von GRD Deutschland.

Die Station verbreitet nicht nur halbe Wahrheiten und Konspirationstheorien, sondern ist auch ein Ort für Rechtsextreme wie Jürgen Elsässer und Holocaust-Zweifler wie Martin Lejeune*. Rodionov wurde lediglich von Alexander Kähler mit den Worten moderiert, er sei "Chefredakteur von RT Deutschland, dieser Sender gehöre zur sowjetischen Staatsmediengesellschaft Rossija Sevodnja".

Bei der Phoenix-Runde des Angriffs mit dem Gift Novichok auf den früheren Agenten in Salisbury sprengte Rodionov die wilden Thesen über den Zwischenfall. "Es überrascht mich, dass kein Abzeichen des FSB-Oberst im Handschuhfach seines Wagens gefunden wurde", sagte er mit Verweis auf den Geheimdienst Russlands. Rodionov hatte auch eine Lösung, wer hinter der mutmaßlichen Handlung steckt: Das in der Sowjetunion produzierte Gift wurde " unter der amerikanischen Kontrolle " gehandhabt.

Neben Rodionov waren auch der Dokumentarfilmemacher der Körber-Stiftung mit dabei. Als Fix darauf hinwies, dass der Oppositionsaktivist Alexej Nadalny tatsächlich von der Präsidentenwahl in Russland ausgenommen war, entgegnete der deutsche RT-Chef mit einer zielgerichteten Ablenkung: "Wenn man von Nadalny schwärmt, dann spielt Lutz Bachmann wirklich den Sandkasten gegen ihn.

"Dass es seine eigene Station war, die Bachmanns Pegida-Bewegung in ihrer ersten Phase durch nicht kommentierte Livestreams zu mehr Berühmtheit verhalf, zog er es vor, sie auszulassen. Rodionov zeigte später etwas mehr Begeisterung mit der Bemerkung, dass wir "im Postfaktuellen Alter gelebt haben, wenn Aussagen allein schon genügen, um sie als Tatsache zu betrachten".

Giulia Silberberger, die mit ihrer Organisatorin "Der Golde Aluhut" die Verschwörungstheorie erklärt, war die Übertragung ein voller Erfolg für Rodionow. RT Deutschland ist bekannt für seine preußische propagandistische Haltung und seine wilde Mischung aus rohen Thesen, irrelevanten Nonsens und wirklichen Zeitungen. Rodionov war weitgehend für die Verbreitung gefälschter Nachrichten und Konspirationstheorien mitverantwortlich.

Die Radiostation Phoenix lehnte die Kritiken ab. Eine Sprecherin sagte auf Wunsch, dass Rodionov und RT Deutschland in der Nähe der sowjetischen Führung seien, sei "sowohl mündlich als auch durch mehrmaliges Werben" klar gemacht worden. Das Positionieren von RT Deutschland ist " eine weithin bekannte Tatsache ". "Als öffentlich-rechtlicher Sender ist es unsere Pflicht, Ansichten und Einstellungen zur Sprache zu bringen, egal ob wir sie mögen oder nicht.

"Rodionov hat eine Frage noch nicht beantwortet. Die Station selbst hat bereits beachtliche Erfolge erlangt. Im vergangenen Jahr gab der frühere deutsche Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) GRD ein detailliertes Gespräch mit linken Politikern wie Sahra Wagnerknecht. Damit ist der Kreml-Sender seinem Anspruch ein Stück weit ein Stück weiter gekommen, eine feste Figur in der bundesdeutschen Presselandschaft zu werden.

Wir machen deutlich, dass die umstrittene Aussage "Holocaust-Zweifler wie Lejeune" in diesem Artikel nicht verwendet werden sollte, um zu behaupten, dass Martin Lejeune derzeit am Holocaust zweifelte. In der Erklärung wurde auf die Aussagen von Martin Lejeune im Film vom 29. November 2016 Bezug genommen.

Mehr zum Thema