200 Hz

-200 Hz

Da die 100-Hz-Technologie die Bewegtbildwiedergabe auf Flachbildfernsehern deutlich verbessert hat, sollte sie bei 200 Hz noch schärfer sein. Entwickelt wurde die 200-Hertz-Technologie, weil die immer größer werdenden LCD-Fernseher meist mit permanent beleuchteten Pixeln arbeiten. Sonys Ansturm auf die Spitze von "200 Hz" setzt die Konkurrenz unter Druck.

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Manche Gerätehersteller folgen der bereits bei 100 Hz Geräten verwendeten Zwischenbildkalkulation, andere lassen ihre Anzeigen zudem mit einem blitzenden Grundlicht anlaufen. In einem Fall werden drei Synthesebilder an das Originalbild eines 50 Hz Eingangssignals (Video) angehängt oder bei 24p-Material (Kinofilme) sieben berechneten Einzelbildern zwischen zwei Originalbildern hinzugefügt: Anstelle von 50 Einzelbildern pro Sek. werden 200 Einzelbilder und statt 24 Einzelbildern 192 Einzelbilder pro Sek. wiedergegeben.

Im Prinzip ist das Vorgehen das gleiche wie bei 100 Hz-Displays, nur dass hier zweimal so viele Aufnahmen eingeblendet werden müssen. Im errechneten Zwischenbild müssen die Gegenstände so genau wie möglich an der Stelle stehen, an der sie sich aufgrund der bis dahin verstrichenen Zeit in einer Folge mit einer unendlichen Anzahl von Einzelbildern pro Sekunden befunden hätten.

Der " Ort " ist abhängig von der temporären Lage des Synthesebildes innerhalb der Ursprungsbilder. Unsere visuelle Vorrichtung berechnet anhand ihrer Bewegungsbahn vollautomatisch die Lage sich bewegender Gegenstände und geht daher davon aus, dass die Gegenstände in aufeinander folgenden Bildfolgen an exakt diesen Punkten auftauchen. Ist während der Aufzeichnung mehr Zeit zwischen zwei aufeinander folgenden Aufnahmen verstrichen als später während der Wiedergabephase, empfinden wir die unangemessene Platzierung als einen Ruck oder Absprung.

Richtig eingesetzte Images werden rechtzeitig gelöscht. Weil die künstlichen Zwischentitelbilder in erster Linie auf der Grundlage der grössten Bildveränderungen errechnet werden und diese Veränderungen am häufigsten im Vordergrund des Bildes vorkommen, trennt die Zwischentitelbildrechnung den Bildvorder- und Hintergrund sichtbar. Bei den meisten 100 Hz und 200 Hz Fernsehern können synthetische Aufnahmen heute mehr oder weniger präzise zwischen den Originalaufnahmen positioniert werden.

Eine Scheibe mit zwei bis drei Flügeldurchbrüchen rotiert auf der Projektionsscheibe in Längsrichtung des Filmes, teilt den Lichtbündel auf und produziert 48 oder 72 einzelne Frames aus 24 Filmrahmen pro Sekunde mit zwei oder drei aufeinanderfolgenden Frames (wobei zwei oder drei Frames gleich sind). Die Mehrfachwiederholung desselben Motivs im Kinosaal und die anschließende ruckartige Darstellung des nachfolgenden Motivs bei Kamerabewegungen oder Schwenkaufnahmen führt jedoch zu einem nicht zu übersehenden Zucken, da das Augenmerk darauf achtet, dass sich bewegende Gegenstände im Filmmaterial an einer anderen Stelle schneller blinzeln, als sie beim Umschalten auf das nächste Motiv auf dem Bildschirm zu sehen sind.

Die von LG verwendete Bild-Zwischenberechnung von 24 bis 98 Bildern (Film) oder 50 bis 100 einzelnen Bildern (Video) reduziert zunächst den Zeitabstand zwischen den angezeigten einzelnen Bildern und glättet so die Kamerabewegung. Vorteil der blitzenden Hintergrundbeleuchtung: Sie nähern sich der Pulsdarstellung eines Rohrfernsehers, bei der jedes Pixel nur sehr kurz leuchtet.

Dabei sind die jeweiligen Umschaltzeiten des LCDs weitestgehend gleich und recht kurz, wenn die steigenden und fallenden Flanken der Helligkeitsänderungen durch die weißen Mittelbilder abgedeckt werden. Der weitere Pluspunkt des Flashens ist, dass der Arbeitsaufwand für die Kalkulation der zwischengeschalteten Bilder auf das Level von 100 Hz Fernsehern reduziert wird.

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